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35 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 8 (1854)
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Alexanders Entwürfe.

Ludwig der Vierzehnte hatte vor feigem Tode noch derungeheuren Plane viel; aber er ward fromm und vergaß sie. P etcrder Große hätte gern in dem von ihm aufgeräumlen Chaos dieneue Schöpfung aufblühcnd gesehen; aber er überließ es seinenNachfolgern, und sie vollendeten groß, wie er groß begonnen hatte.Friedrich der Zweite von Preußen trug sich mit keinen kühnernPlanen, als er vollzogen hatte ihm war das Erhalten genug.Immer waltet ein anderer Geist über die Nachfolger. Das erfubrAlerander von Mazedonien.

Nach seinem Tode fand Perdiccas unter Alerandcrs Papiereneine Menge riesenhafter Entwürfe. Aber alle die Helden, welcheihm geholfen hatten, die ersten vollführen, hüteten sich wohlbc-dächtig, das kolossale Werk nach des Meisters Tode zu beenden.

Die wichtigsten darunter waren folgende. Alerander, der annichts weniger, als an seinen frühen Hintritt gedacht hatte, wolltenoch tausend lange Schiffe, größer als die gewöhnlichen Dreirudcrcr,zu einem Zuge gegen die Karthager und die Küsten Afrikas undSpaniens, bis Sizilien, bauen. Zweitens, er wollte eine Heer-straße längs der afrikanischen Küste bis zu den Säulen des Herkulesanlegen; drittens wollte er zum Behuf jener Flotte an schicklichenOrten eine Menge neuer Hafen, Arsenale und Städte errichten;viertens, die asiatischen Volker nach Europa und die europäischennach Asien verpflanzen, um zwischen beiden Weltthcilen durch gegen-seitige Verhcirathungen und Verschwägerungen allgemeine Ein-tracht »nd Blutsverwandtschaft zu stiften; fünftens seinem VaterPhilipp ein Grab in Form der höchsten ägyptischen Pyramide er-höhen; sechstens sechs Tempel bauen, wie die Welt noch keinegesehen; siebentens aber die Mazedonier schüttelten den Kopf;jeder sorgte für sich, und Alcranders Entwürfe blieben anfdem Papier.