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35 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 8 (1854)
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sondern der andere habe sich desselben bemächtigt und dem ver-meinten Offizier solchen durch die Nippen gejagt; dann habe einervon den Zuschauern den Mörder mit einem Stockstreichc zu Bodengeschlagen, und ein paar Fremde hätten den Leichnam des Er-stochenen mit sich genommen.

Erlauben Sie," sagte Nalcigh,cs ist möglich, ich magmich in Rücksicht des Standes vom Mörder geirrt haben; alleandern Umstände übrigens sind genau so, wie ich sie Ihnen er-zählt habe, denn ich darf Ihnen nur sagen, alles sah ich miteigenen Augen, alles geschah unter meinen Fenstern, dort im Hofunten, bei dem einzeln liegenden Quadersteine dort."

Ganz recht," erwiederte Raleigh's Freund,aufdiesem Steinesaß ich eben, als der Handel vorging. Sehen Sie die kleineSchramme auf meiner Wange? Ich bekam sie, als ich dem Mörderden Degen wegriß, und ans Ehre, Sie haben sich über alle Punktedieses Vorfalls gänzlich betrogen."

Als Sir Walter Naleigh wieder allein war, nahm er dasManuskript vom zweiten Bande seiner Geschichte, und legte esganz ruhig ins Feuer.Wenn ich in der Wahrheit eines Ereig-nisses fehlgehen kann, dessen kalter, parteiloser Augenzeuge ich war:wer steht mir für die Wahrheit von Geschichten gut, die sich Jahr-hunderte und Jahrtausende vor meiner Geburt ereigneten?"

Kurzer Prozeß.

Die Freiheit Hollands kostete im sechszehnten Jahrhundert un-geheure Ströme Blutes. Prinz Moriz von Nassau war derHeld des Tages; sein Leben eine ununterbrochene Kette von Schlach-ten, Belagerungen und Siegen. In allem Andern mittelmäßig,hatte er die Kunst des Krieges als Meister inne, und übte sie als