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35 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 8 (1854)
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lassen, und das Manuskript des zweiten ins Kaininfeuer geworfen.Einer seiner Biographen erzählte, sein Verleger Burre habe ge-klagt, der Absatz sei so gering gewesen, daß die Kosten damit nichtgedeckt wurden, und Nalcigh hätte, erbittert darauf, seine Hand-schrift den Flammen geopfert. Anders wird von Andern, ichweiß nicht ob wahrer, gewiß aber interessanter, der Anlaß desA»to-da-Fe'S erzählt.

Ralcigh saß 1615 im Tower gefangen, weil er an einer Kon-spiration z» Gunsten der Arabella Stuart Thcil genommen habensollte. Er hatte an seiner Weltgeschichte gearbeitet, und trat vonungefähr ans Fenster, wo plötzlich ein mächtiger Lärm seine Auf-merksamkeit fesselte. Er sah ans dem Hof, ans welchen hinaus seinFenster ging, jemanden, der einen andern schlug. Dieser ändereschien, der Kleidung nach, ein Offizier zu sein: trug auch einenDegen an der Seite, welchen er gegen den angrcifcndcn Theilzog und ihm durch den Leib stieß. Der Erstochene fiel, gab abervorher noch dem Offizier einen Stockstreich, davon derselbe zuBoden stürzte.

Die Wache kam, und schleppte den Offizier weg, der fast ohneBesinnung da lag, während einige Leute beschäftigt waren, dengetödteten Mann fortzutragen. Sic hatten viel Mühe, durch denzusammcngelaufencn Volkshanfcn zu kommen.

Raleigh erhielt den folgenden Tag von einem seiner Freunde,der durch strenge Rechtschaffenheit bekannt war, einen Besuch, unddiesem erzählte er das gesehene Abenteuer. Natürlich mußte ersehr erstaunen, da der Freund ihm die Bemerkung machte, es seifast kein wahres Wort an der ganzen Geschichte; der vor-gebliche Offizier wäre nur der Hausbediente eines fremden Am-bassadeurs gewesen, und dieser Bediente habe der erste ausge-schlagen; eben so unrichtig war es mit dem Dcgenziehen: nichtder Bediente, oder vorgebliche Offizier habe den Degen gezogen,