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35 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 8 (1854)
Entstehung
Seite
217
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in den Zeitungen ward ihm selten genug gemordet. Seine Grau-samkeit ging so weit, daß er bei jedem neuen Friedensschlüsseseufzte:Die armen Zeitungsschreiber!" Allein er be-klagte damit in der That nur sich, den Zeitungsleser selbst,aus Furcht vor künftiger langer Weile.

Nach dem Tilsiter'Frieden schloß er das Generaltableau allervon ihm ausgezeichneten Schlachtopfer der Revolution und desdaraus entstandenen Krieges. Er hielt darüber seit 1789 ein eigenesBuch, und der Hamburger Korrespondent, die FrankfurterReichspostamtszeitnng, und nachmals Posselts allgemeineZeitung, hatten ihm vorzüglich den Stoff dazu geliefert, so wienoch einige andere öffentliche Blätter, die er gelegentlich erhielt;denn jene schaffte er sich auf eigene Kosten an.

Und als der Kricgtodes - Registrator sein Buch schloß,und die Zahl aller nach den Zeitungen umgckvmmenen, lateruisirten,füsiliirten, guillotinirte», noyirtcn, sabrirtcn, auf dem Schlachtfeldegebliebenen, in den Seeschlachten gefallenen oder ertrunkenen, inStädten und Dörfern niedergemachten oder verbrannten Menschen,ferner den vierten Thcil aller Verwundeten, welche in den Spitä-lern und Lazarethen gestorben sein mußten (er glaubte in dieserAnnahme sehr mäßig zu sein), zusammen addirte, ergab sich eineSumme von mehr als cinhnndertzweiundvierzig Millio-nen durch den Krieg und die RevolutionsgrSuel Hin-gerichteter Menschen (eigentlich 142,214,817 Menschen).

Er wollte sein Todtcnregister, mit allen Hinweisungen auf diedokumentircndcn Zeitungen, drucken lassen, um der Welt die außer-ordentliche Thatsache kund zu thun. An einem begierigen Verlegerhätte es ihm nicht gefehlt; wohl fehlte es ihm zuletzt selbst angutem Willen, da ich ihm verstellte, daß die Summe aller inEuropa wohnenden Sterblichen etwa nur einhundert undachtzig Millionen betrage, folglich die Zeitungsschreiber in. einem

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