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35 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 8 (1854)
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209
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eben so gut eine Institution aüinirsdio genannt haben, wie diedurch dn Halde bekannt genug gewordene Zeremonie des chinesi-schen Kaisers, mit der er alljährlich die Kunst des Ackerbauesehrt.

Aber der afrikanische Monarch kommt mit dieser Bedingungnoch nicht davon. Er muß sich auch das Staatsgesetz gefallenlassen, ohne welches er den Thron von Scnnaar nie besteigendarf: daß er gesetzmäßig von seinen Unterthanen, wenn es dasWohl des Staats erfordert und seine Minister entschieden haben,hingerichtet werden kann.

Man sieht daraus, das Innere von Afrika ist für den Philo-sophen gewiß nicht minder wichtig, als für den Geographen, Na-turforscher und Kaufmann.

Der Plato am alten französischen Hofe.

So nannte man den vortrefflichen Charles de St. Maure,Herzog von Montanster. Es gibt wenig Menschen, wie er war,so edel, aus Grundsätzen brav, groß durch ein reines Herz, mitWahrheit gegen Freund und Feind" unddem Männerstolz vorKönigsthronen."

Es thut wahrhaftig Noth, in nnserm Zeitalter daran zu mah-nen, daß auch einmal solche Männer gelebt haben. Unserebesten Philosophen sind es nur auf dem Papier; die Tugendlieben wir am meisten auf dem Theater. Es kommt mir bei-nahe vor, als wenn unsere großen Männer alle zu reinem Verständegeworden-, man hört vom Herzen fast nichts mehr, als feindlichenBatterien gegenüber.

Hören Sie," sagte Ludwig der Vierzehnte eines Tageszu Montanster,ein Kerl, den ich Vor geraumer Zeit begnadigte,Zsch. Ges. Schr. 35. Thl. 9"