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35 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 8 (1854)
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Zweifel zu ziehe», war diesen Ministern ein Kapitalverbrechen, Undwirklich machten sie zn ihrem Vvrthcil ein bequemes Gesetz, das inder justinianischen Gesetzessammlung lab. ix, rit> rg. 1,6». 3, aufbe-wahrt ist, und von den felgenden immer schlechter werdenden Regen-ten NomS aufgefrischt wurde. Das Gesetz hieß: Niemand darfeine allerhöchste Maßregel betadeln. Es ist einemHauptvcrbrechen gleich, auch nur zu zweifeln, ob derwürdig sei, welchen der Kaiser hat erwählen wollen,ivispularo lle prinoipuli juüieio non opsrtet. SacrilsAil 6niminstar osl üuliilsro, an is elignus sit, quena eloxsrtt iinperslor.)

Der König von Sennaar.

In den von Harry Willens herausgcgebenen Bruchstückenvon Mungo Parks letzter Reise im Innern von Afrika findensich im vierten Kapitel folgende Stellen, die als Beiträge zu Mon-tcsquieu's ssprit <les loix und zur neueste» Kulturgeschichtejetzt lebender Nationen hervorgehoben zu werden verdienen.

Das Land Sennaar in Nubien ist im Besitz einer Ncger-nation, die vorher am westlichen Ufer des Abi ad wohnte, inihrem Lande Sch iklnck hieß, und im Jahre 1504 in Canvts undBooten über den Fluß setzte. Sobald sie sich durch das Recht desStärker» dieser heißen Gegend bemächtigt hatte, wo der Thermo-meter im Schatten bis auf 119 Grad steigt, baute sie am west-lichen Ufer des Nilstroms, auf einer vor Uebcrschwemmungcn ge-sicherten Anhöhe, die Hauptstadt Sennaar, welche gegenwärtigungefähr zehntausend Einwohner haben mag.

Der König ist noch heutiges Tages verbunden, einmal wäh-rend seiner Negierung ein Stück Feld zu pflügen und zubesäen, - Hätte dies Montesquieu gewußt, er würde es gewiß