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35 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 8 (1854)
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deckten ihn warm zu; er schlief ein und gerieth in starken Schweiß.Wenn er aufwachie, wußte er kein Wort von seinen Galoppadenund Conrbettcn; nichts von Allem, was vorgefallen war.

Warnung für Geschichtschreiber.

Noch eine Anekdote ans den Nelso^es kistorigues der Prin-zessin Elisabeth Charlotte von Bayern:Die Geschichteliefert eine Menge Beispiele von großen, von schönen Handlungen,die bald aus Politik, bald aus rühmlichem Ehrgeize, bald ausirgend einem andern erhabenen Grunde, gethan worden sein sollen,und wirklich doch nur eine elende Bagatelle zur Ursache hatten.Was hat man nicht alles über die Ruhmbegier Ludwigs desVierzehnten gesagt und geschrieben! War's nicht allgemein an-genommen, er wollte sich zum Herrn von ganz Europa machen?Behauptete man nicht, bloß deswegen hätte er den Krieg gegenHolland angefangcn? Wohlan, ich weiß ganz positiv, daß dererste Anlaß zu diesem Kriege nichts anderes war, als die Eifer-sucht des damaligen Staatsministers, Hrn. de Lionne, gegen denPrinzen Wilhelm von Fürstenbcrg, der in des Ministers Frauverliebt war. Der Minister wußte es, und um den Prinzen weg-zuschaffen, spann er die Mißhelligkeiten an, die zuletzt mit einemKriege endeten."

Man hat behauptet, der verstorbene König (Ludwig xiv. näm-lich) habe, nachdem er seine ganze Macht gegen Holland geworfen,alle seine Vorthcile wieder aus bloßem Edelmuthe aufgegeben.Ich aber weiß,,so gut ich den Namen weiß, den ich trage, daßder König aus keiner andern Ursache nach Paris zurückging, alsum die Fra» von Montespan wiedcrzuschen und bei ihr zu sein."