gegen ihn verschworen. Vor dem mörderischen Anschläge der Stre-litzen mußte er verschiedene Male in Kloster flüchten. Er war unterRoth, Verfolgung und Nachstellungen zum Mann gereift. — Hein-rich der Vierte wurde hart erzogen; seine Nahrung waren grobeSpeisen, seine Kleider schlecht; er ging immer in bloßem Kopfe,kletterte mit seinen Gespielen an Felsen und Bergen umher, nachSitte des Landes und der Zeit. Bei Rvchelle war er in Gefahr,zu ertrinken; bei der gräßlichen Bluthochzcit in Gefahr, ermordetzu werden. Schon im sechszehnte» Jahre war er in der Schlachtvon Jarnae. — Mit welcher Strenge Friedrich der Großeerzogen ward, wie unangenehme Jugendjahre er verlebte, dieStreitigkeiten mit seinem Vater, seine vereitelte Flucht nach Eng-land, Katts Tod u. s. w., ist Jedem bekannt.
Seltsamkeiten.
Julius Cäsar hatte die fallende Sucht; Muhamed des-gleichen; doch waren beide sehr genialische Menschen. Luther kriegtemit Dintcfässern gegen den Teufel, und Newton, den Voltairedas größte Genie nannte, welches je auf Erden lebte, schrieb einenKommentar über die Apokalypse, worin er bewies, der Papst seider Antichrist, und Rom die babylonische Hure. — Der KardinalRichelieu hatte, trotz alles Geistes, entschiedene Anfälle vonNarrheit. Er bildete sich bisweilen ein (so erzählt es wenigstensdie Prinzessin Elisabeth Charlotte von Bayern, Schwägerin Lud-wigs des Vierzehnten, in ihren UölavAss kistortgues), er bildetesich ein, er sei ein Pferd. Dann galoppirte der Herr Kardinalum den Billardtisch herum, schlug links und rechts mit den Beinenaus gegen die Domestiken, wieherte und machte oft Stunden laugfürchterlichen Lärmen. Darauf brachten ihn seine Leute ins Bett,