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35 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 8 (1854)
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sie nachher groß wurde». Kein besserer Fürsten-Erzieher, als derErnst des Schicksals!

Moses, der erste Gründer des israelitische» Reichs, mußteals Flüchtling in die Wüsten ziehen, wo er nomadisch mit andernHirtensamilicn umhcrschwärmte vierzig Jahre lang. Muham-med, Stifter einer neuen Religion, verlebte seine Jugend inDürftigkeit und bei Karawanenzügen, bis ihn die reiche WittweKadidschah heiraihete. Alerander der Große ging schonals Jüngling von zwanzig Jahren in den Krieg und endete dieKriege nur mit seinem Leben. Cyrus wurde auf Befehl seinesGroßvaters Astyages in die Wildnisse ansgcseht, von Hirten ge-rettet, und nur heimlich in dürftigen Verhältnissen erzogen.Po.mpejuS der Große lebte schon als Knabe in den Gefahrender Kriege, und im dreiundzwanzigstcn Jahre übernahm er schonselbst KriegSbcfehl. Julius Cäsar war vom Shlla zur Hin-richtung bestimmt, und begnadigt; fiel den Seeräubern in dieHände, mußte sich ranzionircn, und fing damit an, ans eigeneKosten Seeräubern Krieg zu machen. Konstantin der Großeseufzte unter heimtückischen Verfolgungen des Galerius, flüchtetezu seinem Vater, und blieb von dieser Zeit an in Kriegen ver-wickelt. Thcodosius der Große wurde, wie sein Vater,vom Valens mißhandelt; der Vater endlich sogar enthauptet. Theo-dosins flüchtete in die Einsamkeit nach Spanien, bis ihn Gratia»an seine» Hof nahm. Die Jugcndgeschichte Karls des Großenist nicht bekannt; die freundlichste mag sie wohl nicht gewesen sein,wenn man an die Barbarei damaliger Zeiten und an die wildenSzenen denkt, die in der Geschichte seines Hofes und spätern Le-bens erschienen sind. Peter der Große lebte während seinerMinderjährigkeit in den unangenehmsten und gefährlichsten Verhält-nissen; sein Leben schwebte in de» Faktionen der Cnvansky undGalliczin oft in Gefahr. Seine eigene Schwester Sophie war