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selben, zu noch größerer Sicherung, hinlängliche Bürgschaft oderGeldunterpfand stellen. Damit hob man die Zensnrämtewanf, ohnedie Preßfreiheit zn geben, ersparte der Staatskasse einige Besol-dungen, ohne der Regierung neues Vertrauen zu schaffen, und zogdie geistigen Angelegenheiten in den Kreis der Geldschacherei,des gemeinen Eigennutzes und der feilen Umtriebe nieder.
Den Absichten der politischen Polizei ward damit so wenig ge-holfen, als mit den Zcnsurämtcrn. Man sah es in Frankreich.Die Privilegirten gingen in der Freimüthigkeit ihrer Blätter soweit, als es die empfangenen Vorschriften gestatteten; das heißt,sie konnten, bei gewandten Redaktionen, Alles sagen, was siewollten oder wußten, ohne daß sie gesetzlich zn verurthcilcn waren;und sie sagten gern Alles, thcils weil sie ihren Blättern einenVorzug und zahlreicheres Abonnement schaffen wollten, theils weiles sie kitzelte, den ihnen angelegten Maulkorb zu verspotten.Und was in Frankreich nicht gedruckt werden durfte, ward inEngland gedruckt, und kam nur um so rauher und wirksamer überden Kanal auf französischen Boden zurück.
Bei jeder Zensur herrschte bisher — denn wie war es zu hin-dern?— lose Willkür, und, statt des festen Gesetzes, ein Pascha,unter dem Namen eines Zensors, der mehr verderbte, als nützte.Doch wirklich orientalischer Despotismus, d. i. gcwalthätige Ver-höhnung aller Eigcnthumsrcchtc, fand da statt, wo man Preß-freiheit prvklamirte, aber sobald ein neugedrucktcs Werk durchirgend eine Stelle den Zorn eines Ministers- oder auch nur einerHofdame empört hatte, ohne weitere Rücksicht die ganze Auflagekonfiszirtc; Buchdrucker, Verleger und Autor um einen beträcht-lichen Theil ihres Vermögens plünderte, ohne an Entschädigungderselben zn denken; ohne richterliches Bcfngniß, ja sogarals bloße Partei, das Strafamt übte, und das als ein Ver-brechen behandelte, was kein Gesetz verboten hatte, undwelches zu meiden daher Keinem möglich war. Diese türkischeJustiz ist Anarchie der Gewalthaber. Referent würde diehöchste Behörde beleidigen, wenn er sich Mühe geben wollte, in