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druckten Bücher und Zeitschriften verboten, die Schelmereien desNachdrucks hingegen gesetzlich ehrlich erklärt werden könnten, würdedie Regierung betrogen werden.
Manche Regierungen gefallen sich noch in der Aufstellung vonBücher - Zensoren; andere, die von der Eitelkeit dieser Un-geheuern Maßregel zurückgekommen sind, behalten wenigstens nochdie Zensur der Zeitschriften politischen Jnhals bei. Unbefangeneund erfahrene Männer haben längst eingesehen, daß Zensurämtcrdem Staate Geld, den Beamten Mühe und vielseitigen Verdrußkosteten, und doch keineswegs Nutzen brachten. Sind den» dieStaaten, welche keine Zensur haben, im mindesten unglücklicher,unruhiger; oder die Regierungen daselbst verachteter, verhaßter,die Gesetze verspotteter, als in Staaten mit zenfirten Zeitungen?Zst dies nicht der Fall: wozu fruchteten die Zensuranstalten?
ES wird vielmehr durch die übelberechncte Maßregel das argeGegentheil von dem befördert, was man hindern will. Das Aus-land betrachtet alle zensirte Zeitschriften als halbofficielleBlätter, weil in keinem Blatte etwas erscheinen kann, was nachden Instruktionen des Zensors nicht mehr oder weniger dem po-litischen Verhältniß des Staats gemäß ist. Dadurch em-pfängt die einem ausländischen Staat widerfahrne Beleidigungschwerere Bedeutung. Das schnöde Urtheil eines bloßen Privat-mannes könnte man weit leichter mit Verachtung ertragen. DasInland hingegen steht die zenstrten Zeitungen als dienstbare Gauleam Staatswagen an, die ohne Erlaubniß nicht links, nicht rechtsschauen dürfen; glaubt ihnen nicht, sobald sie Gegenstände be-rühren, die Hof und Land angehen, und vertraut selbst den Lügenausländischer Blätter in dieser Hinsicht weit mehr, als der ein-heimischen Wahrheit. So schadet die Zensur offenbar dem Zweck,den die Regierung will.
Von der andern Seite treten die, welche über Sachen ihresZsch. Ges. Schr. 3S. Thl. 6*