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nöthigt ist, mit eigenen Unterthanen heimlichen Krieg zu führenund sich in demselben die unehrlichsten Mittel zu erlauben, z. B.Spionen und Horcher, heimliche Angeber, Brieferbrcchnngen aufden Posten, oder gewaltthätige Maßregeln gegen Personen, widerdie nur oberflächlicher Verdacht statt fand, oder despotische Ein-griffe in das Eigcnthumsrecht, Beschädigungen ohne Ersatz in dgl. m.Welcher Fürst oder Minister mochte Wohl selbst ein Bürger ineinem solchen Staat sein, wie der ist, den er so regiert?
Die Sicherheitspolizei hat auch die Bücherverbotc, die Zensurenund die Konfiskationen der Bücher, vor Ausgabe derselben, er-funden.
lieber die Maßregel, mißfällige Bücher zu verbieten,hat Referent schon seine Meinung geäußert. Wer diese Maßregelbilligt, täuscht sich gewiß, nnd beweiset nur, wie wenig er ausErfahrung das Volk kennt. Man vermindert die Anzahl der Erem-plare, um die weniger« in thätigern Umlauf zu setzen.Man regt der Menschen Lüsternheit auf, nm zu verführen, dasVerbot der Obrigkeiten, es koste was cs wolle, zu übertreten.Wehe, wenn man den Leuten einmal diese Gewohnheit gegebenhat und sie sich mit ihrem Gewissen abfinden gelernt haben! Manbeglaubigt übrigens durch dergleichen Verbote die abgeschmacktestenUnwahrheiten, gibt Verleumdungen den Schein kühner Ehrlich-keit, und plumpen Grobheiten wenigstens den Anstrich einer ArtFeinheit, die getroffen hat. Friedrich der Große ließ die gegenihn verfertigten Pasquille ein paar Schuh tiefer hängen, damitder Pöbel sie bequemer lesen könne; darum glaubte Keiner an desPasquillanten, Jeder aber an Friedrichs Größe. — Bücherlassensich an den Grenzen nicht so leicht, wie Kolonialwaarcn, aufhalten.Aber alle literarische wie merkantilische Contrebande entsittlichtein Volk durch Uebnng, Gesetze zn übertreten nnd Obrigkeiten zubetrügen. Selbst in denjenigen Reichen, wo alle im Ausland ge-