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von Lippe zu Lippe, als das Buch von Hand zu Hand. Das be-zeugen Südamerika und Spanien. Zudem ist schon gezeigt, daßschmähsüchtige Tags- und Flugschriften, weil sie nur Einzelnhei-tcn, nur Oertlichkeiten berühren (worüber ohnehin Meinungenimmer gethcilt sind), oder weil sie gewöhnlich leidenschaftlich undbitter sind (was wohl Einzelne kränken, Einzelne belustigen mag,aber die große Menge nicht oder nur sehr vorübergehend an-spricht), keineswegs so großen und entschiedenen Einfluß auf Glückund Unglück der Nationen haben, als vortreffliche, den gesundenMenschenverstand weckende, den Geist über das gemeine Vorurthcilerhebende Werke. — Und diese verbietet man nicht! So kommtungehemmt durch sie der Verstand der Nationen zur Reife, under faßt Verdruß und Feindschaft gegen die ihn umgebenden Schö-pfungen aus Tagen der Unrcifheit. Die Mißempfindung er-zeugt Gedanken und Wünsche; die Gedanken erzeugen Worte; dieWorte zuletzt Thaten.
So kehrt Referent im Kreise wieder zu dem zurück, womit er-den ersten Theil seines Gutachtens begann; daß nämlich, wenndes Gesetzgebers Absicht bei Beschränkung der Preßfreiheit ist, denwachsender werdende» Geist der Unzufriedenheit mit bestehendenStaatsverfassungen, kirchlichen oder bürgerlichen Einrichtungen zuverbannen, offenbar ein ganz vergebliches, falsches, ja wohlgar gefährliches Mittel erwählt wird.