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35 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 8 (1854)
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Daran aber ist's nicht genug. Es müssen die Schulen nothwendiggeschlossen, höchstens für die Söhne der Großen einzeln offen sein, dieStände müssen, wie in China, wie in Ostindien die Kasten, stren-ger getrennt, in ihren Abstufungen unwandelbarer geschieden, erblichgemacht, und die für jeden Stand erlaubten Kenntnisse mit Vor-sicht jedem zugemcssen werden. Wenn aber Wissenschaft und gei-stige Bildung und Erkenntniß der reinsten Wahrheit ohne Unter-schied den untern Stände» gestattet wird, während die ober»Stände ans Bequemlichkeit oder Vornrtheil davon mehr oder we-niger entfernt bleiben: so ist die Ordnung der Dinge schon ver-kehrt, und die Umgestaltung aller Staatsverhältniffe ganz un-vermeidlich.

Referent hat wohl nicht nöthig, von seiner Person zu versichern,daß ihm nicht in den Sinn komme, Maßregeln zur Wiederher-stellung der alten Welt zu empfehlen, wie sie etwa Julianns,genannt der Abtrünnige, zur Ausrottung des Christenthums wählte,nm mit den alten Göttern auch die alte Macht und Majestät La-linms zu verjüngen. Und konnte er boshaft genug sein, es zutyun, so würde er nicht unklug genug sein, das Absolut-Unaus-führbare zu rathcn. Er kommt aber auf den ewigwahren Satz zu-rück: daß schlechte und mittelmäßige oder leidenschaftliche Schrift-steller bis hierher weniger Einfluß auf die Nationen und mithinans Staatsverwandlnngen gehabt haben, als die klassischen Schrift-steller der Nationen.

Wenn man daher auch durch ein Gesetz über Preßvergehendie kleinen Büchermacher zwingen könnte, ihren wilden Ausfällen,ihrem frechen Geschwätz zu entsagen, so wäre damit dem Haupt-zweck des Gesetzes: die Beruhigung und Zufriedenheit der Na-tionen mit ihren Zuständen, mit allfälligen Mängeln der öffent-lichen Einrichtungen, keineswegs geholfen. Man würde die politi-schen Libellisten nur zwingen, auf bescheidenere Art die von den