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zu Wahrheit hatte» ihren stillen Einstuß nicht durch Schriftsteller,aber durch Verkehr mit Gebildetem.
Ja, wenn man alles bisher Gesagte läugnen wollte, wird dochwenigstens zugegeben werden, daß das Königreich SpanienVon Zensuren und Inquisitionen, weltlichen und geistlichen Spionengegen alle schriftstellerischen Unfuge von jeher beschirmter gewesenist, als irgend ein Reich »nsers Welttheils. Die Dauer von Jo-seph Napoleons Herrschaft war daselbst viel zu kurz, viel zustürmisch, viel zu verhaßt, als daß Spanien durch Tagesschriftstellermit tiefwirkenden Pamphleten hätte heimgesucht werden können.Und doch erfahren wir von dorther stets wiederholte Versuche zuAufständen, Veränderungen der Verfassung ». s. w. Einem zufrie-denen und glücklichen Volke, dessen Bildung und Einsichten mitden öffentlichen Einrichtungen im Einklang sind, wird der bered-teste Schriftsteller vergebens predigen, Glück und Ruhe fahren zulassen oder aufs Spiel zu setzen. Aber ein Volk, das durch Wider-spruch seiner innersten Ueberzeugungen mit den ihm aufgezwungenenoder ererbten Verhältnissen unglücklich ist, wartet auch nicht erstdas Erscheinen von Pamphleten ab, um sich Luft zu machen; nochweniger läßt sich sein Schmerz von schönrednerischen Schrifstellernoder von holdseligen Proklamationen besänftigen. Hingegen schiefeGewaltsmittel, oder offenes Verhöhnen und Verspotten der Klagenbefördern, als wirksame Reizmittel, den Ausbruch des Unmuths.
Es scheint, so lange nicht erwiesen werden kann, daß Tages-schriftstcller irgend ein zufriedenes Volk empört haben, durchausgewiß: daß alle Gesetze gegen schriftstellerische Nnfuge unzureichendeMaßregeln zur Wiederherstellung der verlornen inner» Ruhe einerNation sind; daß man sich vielmehr gegen einen ganz andern Feindzu wenden habe; daß, wenn mau dies versäumt, wie Erfahrunggelehrt hat, die Regierungen jederzeit übel fahren.