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geschmälert, vermittelst welcher der redliche Bürger allerdings ge-gen Räuber, Diebe, Gauner und Betrüger aller Art versichertersteht, sich aber dafür gefallen lassen muß, mit ihnen im Allgemei-nen fast auf gleichem Fuß behandelt zn werden. Spionen horchen.Der Polizei muß das Innerste und Geheimste des Hauses zurUntersuchung offen stehen. Briefwechsel muß durch die öffentlichenPosten besorgt werden. Grenzwachten, GenSdarmeS, Douaniersn. s. w. umzingeln in doppelten Linien das Land. Ohne höhereErlanbniß kann der Bürger sich nicht aus seiner Heimat entfernen;er lebt darin gewissermaßen als Gefangener eingebannt. Wirdihm eine Reise über die Grenze hinaus in die Fremde gestattet,mnß die Zeit erlaubter Abwesenheit festgestellt und die Beschreibungseiner Gestalt in den Paß, damit er zum Steckbrief werden könne,aufgenommen werden.
Wie schwierig es nun auch durch alle diese zum Theil kostspie-ligen Anstalten demjenigen geworden ist, ins Ausland zu gelan-gen, welcher der Privatrache eines Mächtigen oder eines von dessenGünstlingen entgehen möchte: ist es doch nichts weniger als Un-möglichkeit, wie wir davon unzählige Beispiele haben. Nur dannwäre die Gefahr für den Unglücklichen so ausgedehnt, wie derWelttheil selbst, wenn die Fürsten unter einander sich Wort gebenwürden, gegenseitig jeden ihrer geflüchteten Unterthanen auszulie-fern; und daß künftig für Völkerrecht nur Hofrecht, undnichts, als dieses, gelten sollte. Eine solche Freundschaft undInnigkeit der Höfe würde den Europäern ihren Welttheil in einallgemeines Gefängniß verwandeln, und die Schrecken der Gewalt-herrschaft herbeiführen,, der, wie in der Universalmonarchie, keinVerfolgter, auch der Unschuldigste, nicht mehr entfliehen könnte.—Ein Trost aber bliebe auch dann noch: daß, wenn je solches Für-stenbündniß möglich wäre, cs nie von langer Dauer sein könnte,so wenig, als ein Universalreich.