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standen wurden, wenn gesagt ward: „Von allen Kantonen sei keineinziger vermögend, durch sich allein die Aufmerksamkeit dergroßen europäischen Mächte festzuhalten; für diese könne nur dieganze Schweiz, als Bundesstaat, Interesse haben." Denn diesenMinistern war ohne Zweifel Wohl bekannt, daß z. B. der einzigeFreistaat Rhätien oder Gr au künden wichtig genug gewesen,lange Zeit die Aufmerksamkeit der Höfe von-Wien, Paris,Madrid und Italien, so wie deren Heere zu beschäftigen. Eskommen Tage, da die Verkettung der Umstände das Geringe zumBedeutendsten macht, und ein Windmühlenhügel, eine Brücke, einKreuzweg der Schlüssel des Schlachtfeldes wird, wo sich dasLoos eines Welttheils und Jahrhunderts entscheidet.
Alle diese Verhältnisse erscheinen anders in Berücksichtigung desdeutschen StaalcnbundeS. Aeine Ruhe svird mannigfaltigerbedroht, seine Nnparteisamkeit durch die häuslichen Verhältnisseder selbstherrlichen Bnndcsglicder öfter in Verlegenheit gesetzt wer-den müssen. Ohne Eintracht unter ihnen selber, entsprungen ansdem Gefühle der Nothwendigkeit, wird jede Gewährleistung eitelsein, am meisten die, welche von außen kömmt. Ohne Eintrachtund Gefühl der Nothwendigkeit vom Dasein des Bundes,gibt es für diesen keine innere Sicherheit seines dauerhaften Ruhe-standes. Verträge sind bald umgangen, Worte bald neu ausge-legt, Manifeste bald geschrieben. Ohne jenen Geist ist cs ver-gebens, die Bundcsstärke aus der Menge der Geviertmeilcn nndder Einwohner zu destillircn. Die Wichtigkeit des Bundes mußallen einzelnen Mitgliedern erheblicher sein, als ihre eigene Haus-sachc; ja, sie muß es nicht nur den fürstlichen Häusern, sondernauch deren Unterthanen insgesammt sein. Denn ohne derVölker Begeisterung und entschlossenen Sinn werden auch die Für-sten großer Reiche schwach; hinwieder mit ihren Völkern kleineFürsten stark.