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durch alle mögliche Mittel die Entzweiung, daß kein Verein zuStande kam, der ihren Interessen gefährlich werden konnte. —Durch Ermunterungen, Versprechungen und andere Wege, welche,wie man behauptet, nicht allezeit die edelsten gewesen sein sollen,gelang es auch, die demokratischen Kantone zu stimmen, Ansprücheauf die neuen Kantone zu machen, oder ans Entschädigung ihrerRechte, die fle ehemals daselbst, als in Unterthancngebieten, be-sessen hatten. Die politische Verwirrung, statt sich zu mindern,ward dadurch in jeder Woche vergrößert. Nun trat der ehemalige,längst vergessene Fürstabt von St. Gallen, nun fast jeder Ort mitEntschädigungsanfordcrungen hervor.
Bei diesem Zustand der Dinge, wo endlich ein Kanton fertigstand, die Waffen gegen den andern zu zuckeu, und an vielen Ortendas Volk, um dessen Rechte gehadert ward, Neigung bezeugte,das mit Gewalt wieder zu nehmen, was ihm in der ersten Ueber-raschung beim Einmarsch der Oesterreicher geraubt worden war,vereinigte sich die Tagsatznng, aus Furcht vor Ausbruch eines Bür-gerkriegs, dahin, vorläufig Gewaltschritte zu untersagen, und inallen Kantonen den politischen slatuiu guo anzuerkennen.
In diese Maßregel stimmten zuletzt selbst die patrizischen Re-gierungen. Denn während sie auf Erweiterung ihrer Rechte undGebiete sannen, bemerkten sie, daß ihr eigenes Volk wieder leben-dig ward, und die entrissene Freiheit zurückbcgehrte. Nur diewachsamste und strengste Polizei konnte Verschwörungen und Un-ruhen unterdrücken. Man hörte überall von politischen Inquisitio-nen und Einkerkerungen, in Luzern wie in Solothurn, in Bernwie in Freiburg. In Freiburg wie Luzern herrschte Mißver-gnügen; in Solothurn brach dasselbe in theilweisen Aufstandaus, eben so' im Kanton Bern, und zwar gerade in denjenigenGegenden, die ehemals der Stadt am geneigtesten gewesen waren.Doch blieb das Bestehende in dem einmal beschlossenen statu quo.