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Dem Beispiele Berns folgten bald, mehr oder minder gewalt-sam, nnd anfgemuntert, anch die Patrizier zu Freiburg, So-lothurn und Luzern. Nun war Spaltung in der Schweiz, Miß-trauen, Haß.
Bern schritt darauf zum Versuche, noch die neuen Kantone zuvernichten. Es forderte besonders di« Kantone Waadt und Nar-gau in alte Unterthänigkeit zurück. Aber die Negierungen der-selben, von ihrem Volke unterstützt, wiesen kräftig die Zumuthun-gen der bernischen Regierung zurück, und fast alle waffenfähigeMannschaft jener beiden Kantone griff zu den Waffen, ihre Frei-heit mit Blut und Gut zu vertheidigen. — Die Städte Basel,Zürich und Schaffhausen dagegen, überzeugt von dem Willendes Volkes in ihren Kantonen, und daß sie nur durch Vertrauenund Eintracht stark sein könnten, verzichteten auf die ehemaligenausschließlichen Vorrechte und theilten sich darin mit dem Volke.Durch diese weise Mäßigung erhielten und bewahrten sie bei sichinnern Frieden.
Inzwischen war die aus Regierungsdeputationen aller Kantonebestehende Tagsatznng in Zürich uncrmüdct beschäftigt, für die ge-summte Schweiz eine neue Bundesverfassung an die Stelle derMcdiationsakte aufzustellen. Verschiedene Entwürfe kamen zumVorschein; aber in keinem konnten sich alle Stimmen vereinigen.Denn die patrizische Partei verwarf das Dasein der neuen Kan-tone und die politische Freiheit des Volkes. Die neuen Kantoneverteidigten ihre Freiheit; Zürich, Basel, Schaffhauscn, begehrtenMäßigung. Die demokratischen Kantone schwankten.
Die patrizischen Regierungen fürchteten, daß mit dem Dablei-ben der neuen Kantone, und mit der Freiheit des Volks in andernalten Kantonen, ihre eigenen Stühle unsicher ständen. Sie mußtenalso das Werden jeder Bundesverfassung so lange hindern, alssolche nicht ihren Absichten gemäß war. Sie unterhielten demnach