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35 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 8 (1854)
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Zwiste und Reibungen, in eine Consulta nach Paris. Da wardder Föderalismus hergestellt.

Durch Herstellung des Föderalismus gewann Napoleon, daßvon der einen Seite die erste Forderung der Völkerschaften erfülltward, von der andern Seite, daß sich die verschiedenen Kantoneeifersüchtig genug und besser bewachten und fesselten, als es durcheine Armee geschehen konnte.

Die Schweizer aller Kantone empfingen gleiche politische Rechte,unter gewissen, nach Bedürfniß der Kantone abilndernden Bestim-mungen. Dadurch ward die Mehrheit des Volks befriedigt, ob-gleich Hauptstädte und Patrizier über Ungerechtigkeit klagten. Alleinihre Zahl war im Verhältnis; von anderthalb Millionen Einwoh-nern Hclvetiens unbedeutend. Durch diesen klug berechneten Schrittsöhnte Napoleon die schweizerische Nation gewissermaßen mit Frank-reich aus.

Außer den bisherigen dreizehn alten Kantonen erstanden, durchFreisprechung der ehemaligen Unterthanen-Landschastcn, noch fünfneue, nämlich St. Galle-n, Thurgau, Tessin, Aargauund Waadt; dazu trat auch Graubünden, welches vormals nurein zugewandter Ort gewesen. Da die Bevölkerung dieser neuenKantone weit über die Hälfte der gesammten BevölkerungHelvctiens ausmachte, da diese Kantone ihr Dasein der Vermitt-lung Napoleons dankten, waren sie sowohl in dieser als in jenerHinsicht für Frankreich nützlich und bedeutend.

Wie richtig Napoleon gerechnet hatte, erwahrte sich aus demErfolg. Die Schweiz genoß unter der Verfassung, welche sie durchdie Vcrmittlungsaktc empfangen, eine cilfjährige Ruhe. Sie blühteunter der Zufriedenheit der Völkerschaften wieder auf, und selbstdiejenigen, welche durch die Vermittlungsakte Stadt-, Zunft- undPatrizier-Vorthcile eingcbüßt hatten, läugnetcn gar nicht, daß dieNegierungen, aus Gliedern aller Stände zusammengesetzt, binnen