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zähmen. Eben so spürt' ich einem gewissen Franz Taviolinach,der mir als Mörder des Stoppani dcnnnzirt worden, nnd seitdemflüchtig, in Italien umherirrend, war.
Nur durch Wachsamkeit nnd den jeder Partei bewiesenen Ernsterreicht' ich's, daß Todfeinde endlich wieder beisammen leben lernten,daß man im Gedränge neuer Ereignisse die alten vergaß. DieWunden bluteten allmälig aus, und verharschten. Die Schmerzennahmen ab und ließen andern Empfindungen Raum; Besonnenheitkehrte wieder zurück.
Es ist kein Arzt, als die Zeit.
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Aber noch ein anderer, weitgreifender Grund hatte mich be-wogen, die Organisation der italienischen Schweiz zu verzögern.Um diese ganz zu gewinnen, mußte ich den durch Abschaffung derZehnten aller Einkünfte beraubten Klerus mit der Regierung ver-söhnen, deren Stellvertreter ich war.
Ich glaube schon einmal erwähnt zu haben, daß der Zehntenin den italienischen Kantonen, seit Besitznahme derselbendurch die Oesterreicher, auf Befehl des kaiserlichen Regierungs-Kommissärs Grafen von Cocastelli wieder hergestcllt wordenwar. Der geringste Theil davon war Eigenthum des Staats; ergehörte meistens Partikularen, und diente besonders zur Unterhal-tung der Geistlichen und milder Stiftungen.
Bis jetzt war noch immer keine Entschädigung für die Zehnt-befltzer ausfindig gemacht worden — aber das schweizerische Gesetz,welches ihn vernichtet hatte, bestand noch. Die Geistlichkeit wargezwungen, Almosen zu fordern.
So lange die italienischen Kantone noch nicht der schweizerischenZsch. Ges. Schr. 3S. Thl. 4*