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35 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 8 (1854)
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Nur durch die allerernsthaftestcn Maßregeln zähmte ich dierasende Wuth dieser Menschen. Durch unmittelbare Korrespondenzmit dem Comitato von Mailand, dem General-Kommandant Hu-lin, dem General Bethenconrt zn Novarra, dem GeneralSoult in Turin u. s. f. machte ich diesen ruchlosen NeckereienEnde.

Mit gleicher Strenge mußt' ich aber von der andern Seiteeben diese Patrioten »or der unersättlichen Verfolgungswuth derhelvetischgesinnten Partei in Schutz nehmen. Ich hob den Sequestervon ihrem Vermögen, und als die Negierung von Lugano meinemBefehl Genüge zu leisten einen Augenblick wankte, kündigte ich ihrihre Auflösung und die Verhaftung ihrer Mitglieder an.

Auch fühlte ich nur allzusehr, daß, wenn jene beim Aufruhrverübten Mordthatcn und Plünderungen ganz ohne Ahndung ge-lassen worden wären, das anarchische Volk zu einer andern Zeit,gleichsam, als wäre das Vergangene vom Stillschweigen der ge-setzlichen Gewalt gutgeheißen, ähnliche Gräuel mit Lust wieder-holen würde.

So ließ ich den Mörder des Jünglings Papi verhaften undden Gerichten überantworten.*) Dieser Bösewicht, Namens Giu-seppe Curti, im ganzen Lande schon durch Diebereien und Schand-thaten aller Art berüchtigt, war schon unter de» Landvögten mehr-mals Landes verwiesen worden, und dennoch wagte er cs immerwieder, in die Heimat zurückzukehren, ohne daß die voruialigcnObrigkeiten Mnth gehabt hatten, diesen furchtbaren Bandit zu

*) Bei seiner Vcrhaftnchmung, wo er zu entfliehen suchte, ward er vonden Soldaten zusammcngcschoffen. Dies war seine größte Strafe. Solang ich in Lugano war, dauerte sein Prozeß. Kaum war der Banditvon seinen Wunden geheilt, und ich in die Schweiz zurück, ließ manden Bösewicht vielleicht aus Furcht vor seinem Anhang ent-schlüpfen.