Me von der helvetischen Republik eingestellt gewesenen öffent-lichen Beamten zeigten daher wenig Neigung, ihre Posten wiedercinznnehnien, als ich erschien. Noch mehr aber mochte Schuldan dieser Weigerung sein, daß im Kantone Lugano die meisten
sandten der ehemaligen zwölf herrschenden Kantone. Im Jahre 179Zwurde der Zoll um folgende Summen verpachtet:
ES empfing die ehemals souveräne Kammer jährlich
550
Dukaten.
Jeder der helvetischen Gesandten alle zwei Jahre
96
„
Jeder Kommissär alle zwei Jahre .....
8
„
Der Landschreibcr.
8
„
Der Untcrschreiber und Großweibcl.
8
. „
Der Ueberreiter oder Weibel zu Pferd . . . .
21
„
691 Dukaten.
Dies war die stipulirte Summe; außerdem wurden als Honorare
und Geschenke vom Zollbeständer entrichtet:
Jedem der 12 Gesandten 206 kouiSd'or . .
2100 Lonis'dor
Dem Kommissär.
20
Dem Landschreiber, mit Inbegriff der Investitur
18
Dem Unterschreiber.. .
8
Den Uebcrrcitern.
180
Dem Großweibcl. 1 „
Dem Unterweibel. 2 „
26L2 LouiSd'or.
Diese Geschenke flössen nun allerdings nicht in die Staatskasse,doch waren sic von solcher Natur, daß der Staat sie nicht nur an-erkannte, sondern gewissermaßen Rechnung ans sie machte, besondersin den kleinen Kantonen. Man zahlte dort die Stimmen nicht seltentheurcr, um die Gcsandtcnstcllc bei der Zollverpachtung zu erhalten.Zuweilen mußten die Gesandten noch von diesen Geschenken etwas inihrem Vaterlande znrückzahlen; zuweilen gab man die Gcsandtenstellensolchen Personen als Entschädigung, welche bei andern Acmtern vondem Ihrigen zugesetzt hatten.