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bewundern mußten, welche seine Partei haßten. Albrecht Reng-ger von Brugg, Minister des Innern der helvetischen Republik,entwickelte in dem ganzen Lauf seines Geschäftslebens jene außer-ordentlichen Eigenschaften, als Staatsmann, mit einer Kraft undGröße, die ihn, wäre seine Bahn von längerer Dauer gewesen,nebenbuhlerisch in den Rang der vorzüglichsten GeschäftsmännerEnropens gestellt haben würden. Mit nie ermüdendem Fleißepaarte sich in ihm schneller Ucberblick des ganzen Chaos vor ihmruhender Arbeiten, und unbeschreibliche Gewandtheit in ihrer Be-handlung. Während er nie das weitläufige Ganze, und desseninnere Nebereinstimmung aus dem geübten, sichern Blick verlor,hatte er den Muth, in die geringfügigsten Einzelnheiten tausend-fach verschiedener Geschäfte hinabzusteigcn, ohne sich in denselbenzu verwirren. Mit oft allzuhartcr Unbiegsamkeit verfolgte er seineIdeen, und, viel zu ungeschmeidig für einen Staatsmann, konnteer seine Verachtung und seinen Haß gegen diejenigen nie verber-gen, die ihm gefehlt zu haben schienen. Streng gegen sich selbstin seinen Forderungen, war er es gegen alle Andere. Zwar wirftman ihm vor, daß er nicht die, einem Geschäftsmann nöthigeMenschenkenntniß besessen habe, und doch kann Niemand läugnen,daß die Bureaur seines bedeutenden Ministeriums jederzeit ausge-zeichnete, talentvolle Männer an ihrer Spitze hatten, wie einenAbel Merian Sohn von Basel, oder einen Kasthofer von Bern.
Renggers Genie konnte vielleicht von Keinem richtiger be-urtheilt werden, als von den ersten Magistraten in den verschie-denen Kantonen. Diese sahen, was er wirkte, und wie. Ohneihn wäre heut vielleicht die Schweiz um die Hälfte elender undärmer, als sic es ist. — So lange ich in Unterwalden war, glaubteich, er weihe als Minister seine Sorgfalt ausschließlich diesem un-glückseligen Lande, wie einem Liebling. Aber mit eben der Wirk-samkeit fand ich ihn wieder in den Kantonen Zug, Schwyz und