thätigkeit in ihren Händen; ich lieh ihren Wünschen und Entwürfennur die Macht, mit welcher die Regierung mich ausgerüstet hatte.
Rastlos thätig, und in den schwersten Stürmen unerschütter-lich, mehr für seine Mitbürger, als für sich selbst besorgt, wardin diesen Tagen der Unterstatthalter Meyer von AndermattVater und Schutzgeist des hohen Bcrgthales von Urscren*). Mehrals einmal in Lebensgefahr, bald durch die Wuth der Parteien,bald der des Kriegsvolks hingeopfert zu werden, rettete er Vielendas Leben, noch Mehrern das Eigenthum. Vielleicht hat die Schweizwenige Männer, so groß, so verdienstvoll in ihrem Wirkungskreise,wie diesen einzigen, aufzustelien.
Ihm nach eiferte mit redlicher Thätigkeit Rädle von Freiburg,Unterstatthalter von Altorf, und der greise Altlandammann Thad-dens Schmidt von Altorf, als Präsident der Munizipalität.
Aloys Reding von Schwyz, der einst rühmlich, wie seineVäter, für sein Volk gestritten bei Rothcnthurm und am Moor--garten, ward Rathgeber »nd Tröster desselben in den Stunden,da die harten Schicksale unaufhaltsam hereindrangen, welche ermit seiner tapferu Schaar einst vergebens von den heimatlichenFluren hatte abwehrcn wollen.
Meinrad Ochsner, ein Kapuziner, Pfarrer von Einstedeln,welcher, kühn genug für seinen Stand und Orden, aus Kantsund dessen Schüler Schriften Licht geschöpft hatte, wohlwollend,helldenkend, und oft mit allzujugcndlichem Feuer seinen Idealennachjagend, fand in dem stillen Beruf der Wohlthätigkeit die schönsteLaufbahn seines Ehrgeizes. Er suchte die Armuth auf in ihrenHütten, und gab den Verzweifelnden neues Leben, neue Hoffnung.
Aber auch den Namen jenes Mannes muß ich in der Reihedieser Edeln nennen, dessen Talente und Tugenden selbst diejenigen
*) Er war Eigenthümcr des ersten WirthShauses zu Andermatt.