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35 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 8 (1854)
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'An eben dem Tage/da Massena bei Zürich die entscheidendeSchlacht schlug, drang der russische Feldherr Snwarow an derSpitze eines russischen und österreichischen Heers von Italien her überden Gotthard in den Kanton der Waldstätte. Es war der 25. Herbst-monds 1799. Eben den Tag hatten Lecourbe und Loison ge-wählt, um über das Hochgebirg in Graubünden einzufallcn. DieseFeldherren hatten so wenig von Snwarows Ankunft gewußt, daß,als sich die Heere von beiden in den Gebirgsschluchten des Gott-hard begegneten, Lecourbe noch immer nicht an das Dasein einer-ganzen feindlichen Armee glauben wollte. Während er sich noch dro-ben schlug, und mit dem Vortrab die Felsenhöhen erstürmen wollte,war unten sein Nachtrab schon am Stäg von den Oesterrcichernangegriffen, welche durchs Maderanerthal von Bünden aus vor-gcdrungcn waren, und das französische Heer eingesperrt hielten.Lecourbe befahl dem General Loison, sich bei Wasen einige Stundenzu halten, und dann seinen Rückzug ins Maienthal, in der Näheder Gletscher, zu nehmen. Er selbst stellte sich an die Spitzen sei-ner Brigaden, schlug sich durch die feindliche Macht, und kehrtemit seinen Truppen in die Verschanzungcn bei Sccdorf, am Uferdes Waldstättersees zurück. Er war im eigentlichen Verstände ver-letzte Mann dieses kühnen Rückzuges. Zu Fuß ging er neben ver-letzten Kanone her, und richtete deren Kartätschenhagel auf denfeindliche» Vortrab, so oft sich derselbe näherte.

Am folgenden Tage zog Snwarow in Mors ein. Er ver-sprach dem bestürzten Volke, derHeiland und Erlöser der Schweiz"zu werden, und erbat sich auf der Straße von dem vorübergehendenOrtspfarrer den Segen. Zn seiner Bestürzung vernahm er, daßein neun Stunden langer See zwischen Altorf und Luzern seinweiteres und schnelles Vordringen gegen diese Stadt und gegenZürich hindere. Er befahl also den Zug durch Schächenthal überdas rauhe Gebirg ins Muottathal und gegen Glarus über den