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sandte Regierung«-Kommiffarien, welche, statt die Quellen deröffentlichen Unzufriedenheit zu verbauen, durch übelberechnetes De-portationswesen angesehener Bürger neue öffneten. Der Unmuthin Einsiedeln dauerte, bis die kaiserlichen Heere unter dem Erz-herzog Karl im Jahr 1799 in das Herz der Schweiz eindrangen,und auch das berühmte, heilige Thal von Einsiedeln besetzten. —Alle Glocken des triumphirenden Gotteshauses tönten feierlich demEinzuge der siegenden Deutschen entgegen. Das Kloster spendetewieder seine Armensuppen; Hunger, Verzweiflung, Furcht, Rach-sucht und Englands Geld warben aus Einsiedelns junger Mann-schaft viele unter die Fahnen der Gegenrevolution.
Aber das Kriegsglück wendete sich wieder den französischen Waf-fen zu. Diese drangen zum andernmal in St. Meinrads Thal.-Mit der Niederlage der Ocsterrcicher flohen Greise, Weiber undKinder. Das Land wurde, wie ein erobertes, der grausamstenPlünderung preisgegeben. Es waren viele Wochen lang keineObrigkeiten, keine Gerichte. So fand ich bei meiner Ankunft imSeptember 1799 das Land. Nur wenige Menschen wohnten inden öden Häusern, und diese Wenigen, ihrer Nahrung, ihrer Bet-ten, ihrer Kleider beraubt, starrten in dumpfer Verzweiflung aufihr Elend hin.
Nachdem meine Verheißungen dem unglücklichen Volke einigesVertrauen gewährt, die Furcht vor harten Maßregeln verbannthatten, die französischen Brigaden Mannszucht zu halten genöthigtwaren und die Flüchtlinge heimkchrten aus allen Fernen — da erstward ich des namenlosen Jammers in seiner Ungeheuern Größegewahr, und verzweifelte ich an der Möglichkeit, das Elend zumildern. — Die erschöpfte Regierung Helvetiens war ohne Mittel-
Ich will hier das herzangreifende Gemälde vom tausendfältigenUngemach eines zerstörten Volkes nicht weiter ausfkhren; nicht dieReihe meiner Arbeiten zur Wiederherstellung der Zufriedenheit,Zsch. Gcs Schr. SS. Thl. 3