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ciner Negierurig, die so oft beleidigt worden war, senkte wiederden ersten Keim des Vertrauens in die Brust der Schwyzer.
Der bereitwillige Eifer des Dioifions - Generals Molitor,welcher mich kraftvoll unterstützte, wirkte Alles. Dieser Feldherr,weit entfernt, auf das Volk zu grollen, durch dessen Faust so vieleFranken in verschiedenen Gefechten und Rebellionen gefallen waren,konnte ihm nur Hochachtung und Bewunderung weihen. — „WillIhre Regierung eigene Festigkeit durch Innern Frieden," sagte eröfters zu mir, „so gewähre sie diesen spröden, heroischen Berg-völkern die alten Freiheiten und Rechtsame, und nehme dieselbenmehr als Bundesgenossen, denn als erzwungene Glieder ihres Staatsan. Und wahrlich, diese kleinen, freien Gebirgsstaaten verdieneneine Auszeichnung. Mögen sie den übrigen, der Freiheit noch un-fähigen Völkern des Wcltthcils, als eine heilige Antike, als einModell wahrer Republiken gelten!"
Einmal führte er mich a»S Fenster, aus welchem man den öf-fentlichen -Platz des Fleckens Schwyz übersieht. Auf diesem Platzegingen zerstreut,- ihren Geschäften nach, schwyzerische Landleute inHolzschuhcn und Hirtcnhemden zwischen den französischen Soldatenumher.
„Bei Gott!" rief Molitor, „es freut mich, diese Menschenzu betrachten. Sehen Sie doch nur, mit welchem alten Römer-stolze die Bursche unter meinen Grenadieren hingehen, nicht alswenn sie die Uebcrwundcnen, sondern als wenn sie die Herren undSieger wären."
Doch, ungeachtet seiner Vorliebe für diese Unglücklichen, wardes Elendes zu viel, um demselben ein nahes Ziel setzen zu können.—Nur langsam bevölkerten sich die Dörfer wieder; alle Hütten undPaläste hatten unter der Naubsucht der Krieger gelitten. Die Zeitder Aernte war vorhanden, aber es fehlte an Menschen. Die Fel-der und Wiesen waren zertreten von Kriegsvölkern; — das Vieh