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35 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 8 (1854)
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So verflossen dreizehn Monate. Als die Demagogen aus denlangsamen Fortschritten der russisch-deutschen Waffen die Möglich-keit ahneten, daß ihr Reich, srüher oder später, enden könnte, be-qnemtcn sie sich mit schlauer Gewandtheit allmälig zu glimpflicher»Gesinnungen. Sie verschoben die Konfiskation der Patrioten-Gütervon einer Zeit zur andern, und nahmen zuletzt- sogar den Scheinan, sie nur deswegen in gerichtliche Verwahrung gesetztzu haben, um sie den Eigenthümern gegen des Pöbels Raubsuchtzu hüten.

Die Niederlage der Russen und Oesterreicher in der Schlachtvon Zürich, SuwarowS verunglückter Zug über die Alpen,die Gerüchte von Bonaparte'S nahem Wiedererscheinen in denSchlachtfeldern Italiens, bestätigten ihre gerechte Furcht.

Und wirklich ging Bonaparte im Mai des Jahres 1800 überden hohen St. Bernhard, das verlorne Geburtsland seines Ruhmeswieder zu erobern, und Gencrallieutenant Monceh mit zwanzig-tausend Mann über den Gotthard, die Unternehmungen des Ober-hauptes der französischen Republik zu unterstützen.

Dritter Abschnitt.

1 .

Die Regierung der helvetischen Republik, damals Vollzie-hungs-Ausschuß geheißen, ernannte den Verfasser dieser histori-schen Denkschrift zum bevollmächtigten NegierungS - Kommissär*),um den Oberbefehlshaber Monceh und sein Heer über dieAlpen des St. Gotthard hinab in die italienische Schweiz zu be-

I Den 21. Mai 1800.