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32 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 5 (1854)
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zum ersten Bürgermeister; ihn endlich znm Präsidenten des GroßenRaths. Er fühlte seine Kräfte weichen unter der Last der Geschäfte,die man ihm aufbürdete. Er verhehlte es nicht; er sträubte sichumsonst; er unterwarf sich aber., im Vorgefühl seines Erliegens,gehorsam dem Willen des öffentlichen Vertrauens. Es geschahfürs Vaterland.

Am Morgen des 30. Märzes 1831 mußte man ihn endlich,von. Fieberfrost und Brustkrampf ergriffen, aus der Sitzung desGroßen RatheS nach Hause tragen lassen. Nicht die Kraft seinesstarken Geistes war gebrochen; noch sann er über die edlere Ge-staltung des Eidgenoffenbundes; aber die Kraft seines starken Kör-pers war erschöpft. Er sah den Tod nahen; er sah ihn furchtlos;er starb würdig, wie er würdig gelebt hatte. Er starb den Todfürs Vaterland; aber er starb ihn als Sieger.

Tiefe Trauer verbreitete sich über die ganze Eidgenossenschaft;so war noch nie in derselben der Tod eines einzigen Mannes alsallgemeines Unglück beklagt worden. In Republiken muß den Ed-ler» erst das Grab decken, bevor man seine Größe anerkennt.Selbst der Parteigroll verstummte, oder murmelte doch nur leise:Er -starb nicht früh genug."

Was ich über diesen wahrhaft ehrwürdigen Mann sage, derauf das Schicksal der Eidgenossenschaft einen so großen Einflußgehabt, ist weniger für die Leser seiner kleinen Schriften innerhalbder Schweiz berechnet hier ist das Gesagte nichs Unbekanntes,als vielmehr für diejenigen in Deutschland und Frankreich. Waswürde dieser Mann an der Spitze eines großen Reichs geleistethaben! Man hat ihn mit einem Canning verglichen. Erstanddiesem in der Höhe der Grundsätze, an Gewandtheit in Geschäften,auch oft wohl an Beredsamkeit gleich. Aber an vielartigem Reich-thum des Geistes, an unermüdsamer Thätigkeit, an Schärfe des