Ursache, näheres Unglück zn beseufzen Helvetic», seine eigeneHeimath, ward die Bente fremder Gewalt, des Bürgerkriegs nndaller Verirrungen, zu welchen menschliche Leidenschaften führe».Immer blieb er während der Unruhen, die sei» Vaterland zer-rütteten, zurückgezogen; nie erschien sein Name öffentlich, bis znder Zeit, da Bonaparte, der allgemeinen Anarchie der Schweizzu wehren, eine Consulta von Helvetiern jeder Partei im Winter-mond 1802 »ach Paris berief. Er ward als Mitglied der Consultavon seinem Kanton ernannt, und nahm den Ruf an.
Bonaparte, welcher Wohl seinen Ruhm dnrch Waffenglück,seine Größe aber dnrch tiefe Menschenkcnntniß und durch das schnelleund richtige Gefühl erwarb, den Angemessensten für jede Nolleimmer aus dem Gewühl der Handelnden herausznfindcn, wählteLudwig dÄffry znm Landammann der Schweiz und überreichteihm am 13. Hornung 1803 die Bcrmittclnngsurknnde, deren Voll-zieher er, umgeben mit außerordentlichen Vollmachten, werden sollte.
D'Affry empfing das schöne Loos, Bcrnhigcr seines Vater-landes zu sein, mit der Ueberzcugung, daß die von der Mcdiations-akte vorgezeichnete Verfassung allein die wahren Grundlagen fürdie künftige Politik der Schweiz ln ihrem Verhältniß zu Frankreichnnd andern Mächten enthalte. Erhaben über der Parteien leiden-schaftliches Getriebe, nur das Heil des Vaterlandes im Auge, han-delte er seinen Grundsätzen getreu, männlich, entschlossen und mitWürde, so lange er die höchste Ehrenstelle der neue» Staatsord-nung bekleidete. Kein Schweizer war, der diesem Manne seineAchtung versagte: aber der höchste Lohn für ihn würd' es sei»,wenn die Geschichte dereinst mit seinem Name» die Zeitrechnungneuer glückseliger Jahrhunderte der Schweiz begänne.