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ums zwölfte Jahrhundert bekannt wurden*), Sitten, die erst demdreizehnten Jahrhundert eigen waren, eben so harmlos in seineSchöpfungen hinüber. Daher läßt sich aus dem Liede der Nibe-lungen auch wenig Znverlässtges zur Erläuterung der Geschichtendes fünften und zehnten Jahrhunderts schöpfen. Doch fand ich inden Sagen von Rüdigers Verhältniß zu den Ungarn Winke überdie Verhältnisse Bayerns und besonders des Herzogs Arnolf zndiesem Volk.
So wiederhole ich zum Schluffe meiner Abhandlung, was ichim Anfänge derselben sagte: Möglich, daß ein Dichter die ge-summten Nibelungen sang; wahrscheinlicher aber, daß ein An-derer Chriemhildens Liebe, ein Anderer Chriemhildens Stäche ge-dichtet. Vielleicht daß der Letzte, ein Süddeutscher, aus den Ens-gegenden, Chriemhildens Liebe überarbeitete, um daraus mit demScinigen ein großes Ganze zu schaffen.
Noch Manches könnte ich hinzusetzen, um dem Gedanken Em-pfehlung zu geben. Ich dürfte nur an den ganz verschiedenen Geist
Durch den Grafen Joachin von Ortenberg empfing Hundiuö denCodex, der ihn im"J. 1S7S der Bibliothek des Herzogs Albertvon Bayern schenkte. Man hat ihn später dort gesucht, aber nichtwieder gefunden. Hansiz 6erm, sscr. 1, 20K. — In jenem Ge-dichte, sagt HnndiuS, wären beschrieben gewesen; Oesta J.vurorumer Luonorurn J.ustriam super J,n;>zum tune teneoriuilier omnerll vieimam late <Ieprne6aurillin; praelerca geslsmemoruri Uueligeri, gui kluugaris pinekuerir er tdrriolpliorluci kosorurri Hunnos in Eerinanisiri inriueente suppetiasllllerit, er guewnrlmoeium Ueirinm Iiue üarüarae ge Utes »IiOrrone ül. prokligatne sinr.
*) Man weiß, daß Marokko eher nicht entstanden, als im cilsten Jahr-hundert, sagt Johann Müller am angeführten Ort. Von Wien, Effcr-ding, Mantern machte ich ähnliche Angaben.