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I. Freiheit.
1.
Der Robinson auf seiner unbewohnten Insel ist wie derWeise im Horaz, Schuster und König — er ist durchaus frei.Die Grenzen der Natur sind die Grenzen seiner Willkür, seinerLaunen.
Das gesellschaftliche Leben ist dem Menschen aber Bedürfnißdurch seine eigene Organisation. Ausgesteuert von der Natur miteiner Menge von Anlagen und Trieben, welche Ausbildung undBefriedigung fordern, und sic unmöglich in der Einsamkeit ge-winnen können, schmachtet er nach Unterstützen, und Gehilfe».
Mit dem Uebergang aus dem Einzelnsein in den gesellschaft-lichen Zustand, opfert er freiwillig einen Theil seiner Willkür auf;er leidet Einschränkungen, um die Vortheile der Gesellschaft zuempfangen.
2 .
Diese Einschränkungen sind keine Vernichtungen, seiner Freiheit,sonder» nur Bestimmungen in der Wahl seiner Mittel, jene (Frei-heit) wohl zu genießen.
3.
Das Wort, und der in der Schaale desselben wohnende BegriffFreiheit, hat das Schicksal einer Münze, welche lebhaft um-läuft, und in tausend Händen und Taschen endlich Form und Ge-präge cinbüßt. Eben deswegen wissen so viele, selbst Kaufleute/welche mit derselben starke Geschäfte treiben (denn sie sind darumnicht immer gute Münzkenner), Freiheit nicht leicht von Unabhän-gigkeit, Ungebundenheit, Selbstbestimmung u. dgl. m. zu unter-scheiden.