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34 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 7 (1854)
Entstehung
Seite
330
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Heers am bequemsten gelegenen Dorfschasten hatten die ganzeungeheure Last der Beherbergung des Kri'egsvolks allein zu tragen,weil in zerstreuten Höfen keine Mannschaften verlegt wurden.

Stündlich von diesen Bildern des Jammers umgeben, bestürmteich das Vollziehungsdirektorium wiederholt mit den dringendstenBitten um Hilfe. Aber bei der Ohnmacht desselben zu jener Zeit,da eine Hälfte der Schweiz von Feinden erobert, die andere Hälftevon fränkischen, an Allem Mangel leidenden Armeen überschwemmtwar, blieben meine Vorstellungen meistens fruchtlos.

Während unzählige Familien um Nahrung jammerten, herrschteUeberflüß an der Tafel des Generals und seiner Offiziere. DieMunizipalitäten mußten seiner Küche Weine, Speisen und Gewürzevon Luzern herbeischaffen. Seine Unzufriedenheit mit dem Gast-mähl hatte gewöhnlich Gefühllosigkeit bei einlaufenden Klagen derLandleute, Straflosigkeit ausschweifender Soldaten und Angestelltenzur Folge. Um das größere Uebel zu verhindern, sahen sich dieVorsteher der Gemeinden gezwungen, keinen Aufwand für dasHauptquartier zu achten, mitten im schreiendsten Mangel der Ihrigen.

Mehr oder minder ist diese Leckerhaftigkeit den Feldherren allerArmeen eigen, wodurch sie sich die Mühseligkeiten des Kriegs ver-süßen zu wollen scheinen. Der Krieg, am Ende auch der heiligste,führt zur Entheiligung der Menschenwürde, zur Verthierung unsersGeschlechts.

Der Abgeordnete einer kraftlosen Negierung, welcher damalsdas Unglück hatte, fränkischen Generalen beigegeben zu werden,glich einem Gesandten am Hofe eines despotische» Tartarfürsten.Er mußte die Laune desselben studiren, und sich derselben zu be-meistern suchen, um Gutes stiften, oder Böses verhindern zu können.Er mußte sich persönliche Achtung und Freundschaft gewinnen,weil die Regierung, deren Stellvertreter er war, von den meistensrxmden Befehlshabern nur mit Verächtlichkeit betrachtet wurdp,