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34 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 7 (1854)
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sie bei den so geheißenen kleinen Kantonen, zn welchen auch Unter-walden gehörte, verabsäumte, Staatseinheit zn befördern.

Schon oben berührte ich (Abschnitt II. 4.) das Nachthetlige derZnsammenschmclzung der vier Kantone Zug, Schwyz, Uri undUnterwalden in einen einzigen. Hätte man diese Gegenden, derenEinwohner gleiche Schicksale, Sitten, Knltnrverhältnisse und In-teressen hatten, nie als Ganzes beisammen gelassen, sondern ge-trennt, und mit andern Kantonen frühzeitig vermischt: sie würdenminder der blutige Schauplatz aller Verheerungen geworden sein.Das Volk der Waldstätte wäre durch solche Trennung zu Aufrührengeschwächt; dem Direktorium die Wahl der Beamten erleichtert,nnd den Kantonalinagistratcn und Gerichten der Orts - und Kan-tonsgeist entzogen worden.

Ein anderer Fehler der Regierung war, daß sie die höchstenBeamten der vollziehenden Gewalt in den Kantonen aus derMitte dasiger Bürger wählte. Unzufrieden mit der neuenVerfassung, trug das Volk gegen die Vollstrecker derselben ungleichtiefer» Haß gegen Einheimische, als gegen Bürger anderer Kan-tone. Der Fremdling, der keine andern Pflichten, kannte, als die-jenigen, so ihm das Gesetz gab, nnverflochtcn in Familien- nndPrivatverhältnisse, welche den Einheimischen umspannen, nngc-kränkt von Vornrtheilen, welche gegen Ortsbürgcr rangen, konntefreier handeln, leichter Gehorsam »nd Achtung finden, und mitgeringer»» Aufwande von Kraft und Mühe nützlicher werden. VonMatt hatte, als Unterwaldner, mit der Ernennung znm Statt-halter zugleich eine bedeutende Gegenpartei von verschiedene» Fa-milien empfangen, welche ihm überall entgegenarbeitetcn, und»hm, seines besten Willens ungeachtet, alle Uebcl, welche dasLand drückten, in Rechnung zn bringen suchten. Ignaz Trntt-mann, welcher ihm in dieser Würde folgte, hatte als ehemaligerUnterthan des Standes Schwyz den Groll derjenigen Wider sich,