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34 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 7 (1854)
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Schauenburg ihre Erkenntlichkeit im Namen des Volks zu äußern.Ihre zweite Sorge aber war'S, den verwundeten Brüdern, denWittwen und Waisen, oder den armen Aeltern der umgekommenenVatcrlandsverthcidiger Hilfe und Erquickung zu schaffen. Es wurdezu dem Ende schon am achten Mai eine allgemeine Steuer ausge-schrieben, welche freiwillig gegeben werden sollte, und nachmalsverhältnißmäßig an die Hilfsloscn vertheilt wurde.

Einen rührenden Beweis der Anhänglichkeit und Liebe gaben»och jetzt, da auch das Schicksal des Kantons Schwyz entschiedenwar, die Ehcmals-Angehörigen von der Landschaft der beiden HöfePfäffikon und Wollerau. Wiewohl sie von Schwyz, ihremehemaligen Obcrhcrrn, nichts mehr zu hoffen und zn fürchtenhatten, gingen sie doch den Oberbefehlshaber Schauenburg instän-dig an, daß sie noch ferner mit Schwyz vereinigt bleiben möchten.Eben dies baten sie mit Herzlichkeit von Schwyz selbst. DieSchwyzer, bewegt durch so viele Treue, verwandten sich um dieErfüllung solches Wunsches sowohl beim Franken-General, als beidem helvetischen Direktorium. Schauenburg fand die Bitte edel,aber es war nicht in seiner Gewalt, zn willfahren.

Schwyz genoß also in den letzten Stunden seiner Selbstständig-keit eines Trostes, dessen sich vielleicht kein anderer Stand der zer-störten Eidgenossenschaft rühmen konnte, daß nämlich zur Zeit deräußersten Gefahr die Ehcmals-Angehörigen sich ihrem bisherigenHerrn anschlossen, um von ihm das Schwert des Feindes abzu-fangen , und mit Blut den Beweis der Dankbarkeit und Zufrieden-heit zn besiegeln. Küßnacht hatte sich verthcidigt, so langeSchwyz nur immer noch eine Hoffnung von Unterstützung gebenkonnte. Die Landschaft March hatte mit achthundert Mann dieGrenzen gegen Zürich treu gedeckt. Die Einwohner der Höfehatten sogar ihre Habschaft und Heimat verlassen, um noch in demAugenblicke mit ihren alten Obcrherren vereint zu bleiben, da die