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wiederholte die feierliche» Schwüre, mit ihnen Gut und Lebenfürs gemeinsame Ziel zu opfern; man umringte schaarenweis dasHaus, worin die Frcifahne stand, und bot Geld, nur für ihrenAnblick. Man hing sie endlich öffentlich zu Küßnacht aus. Siegoder Tod wollte Jeder unter ihr.
In der Nacht vom 28. und 29: April zogen die Waldstättegegen Lnzern. Reding befahl, daß die von Zeiger in Stanz-staad befehligten Untcrwaldncr, und die an ihrem Sec stehendenachthundert Zuger zu gleicher Zeit vor den Thoren der Stadt er-scheinen sollten. Die letzter» jedoch kamen nicht; denn die Frankenwaren schon über die Neuß gegen Zug im Anzuge.
Der Morgen brach an. Die Schwyzer zeigten sich auf demWescmli und der Muffcgg, unter den Stadtmauer»; auch von derandern Seite die Nidwaldner. Aber weit umher waren für sic keineder erwarteten Hilfsvölker aus den Lnzcrner - Thälcrn zu sehen.Ihrer Dreitausende wenigstens wollten diesen Morgen zu den Wald-stätte» stoßen; kaum so viele Hunderte stände» jetzt in der Ferne.
Neding sandte den Emil Paravicini an die Stadt mitfolgender Aufforderung:
,Flock, können wir der angenehmen durch unsere Bünde ge-heiligten Gewohnheit nicht entsagen, Euch mit dem süßen NamenEidgenoffen anzureden und zu grüßen. —
„ Noch hatten wir uns nie überzeugen können, daß Ihr, unsereältesten Bundesgenosse», wenn Ihr gleich eine neue Verfassungkleinmüthig Euch aufdringen ließet, die eidgenössischen Bande undVerhältnisse, die »ns seit Jahrhunderten zusammenhielten, gewalt-sam zerreißen würdet.
„Desto tiefer muß es uns schmerze», daß Schweizer, daß Eid-genossen , daß Brüder schwach genug waren, sich durch eine fremdeSchreckenssprache verleiten zu lassen, gegen uns, gegen Eure älte-sten, getreuesten Bundesbrüder eine Sperre zu verhängen, die keine