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thurn. Auch zog keineswegs Büren, dem Angriffsplane gemäß,seine Division zusammen. Den nämlichen Tag, Abends um sechsUhr, schickten die in der Stadt Büren gelegenen drei KompagnienInfanterie und eine Kompagnie Jäger Abgeordnete an Grafen-ried: sie vermuthen, er habe Angriff im Sinne, erklären also,daß keiner von ihnen einen Schritt auf das bischof-ba-selische Gebiet thun werde. Grafenried antwortete: er seiihnen nicht schuldig zu sagen, was er im Sinne habe; er hoffe,daß sie Gehorsam leisten werden, sonst müsse er sie als Verrätherdes Vaterlandes ansehen.
Da eigentlich die Besatzung zu Büren nur bestimmt war, eineDiversion gegen Reiben zu machen, die fränkischen Truppen dortdurch heftiges Feuer zu beunruhigen, und an die Aar zu ziehen,damit den von Lengnau aus angreifenden Kolonnen eine Erleich-terung verschafft werde, scheint Grafenried erwartet zu haben, daß,wenn sie ihre Waffenbrüder vorgerückt, und mit den Franken imGefecht sähe, sie auch ihrerseits dennoch vorrücken werde. In-zwischen war der Befehl bei dem Berner Heere verbreitet, wegenneu begonnener Unterhandlungen die Feindseligkeiten zu unterlassen.Niemand erwartete also Angriff von den Franken. Wenn vomHauptquartier zu Aarbcrg, bei der Zurückkehr der Abgeordnetenaus Peterlingen, sogleich an die Befehlshaber in Nidau und BürenEilboten abgesandt worden wären, würde vielleicht noch Zeit ge-wesen sein, die Stellungen von Lengnau bis Solothurn zu unter-richten, daß sie nicht unvermuthet überfallen würden.
Den 2. März, gegen drei Uhr Morgens, hörte man aber inBüren schon die Kanonen und das kleine Gewehrfeucr in derGegend von Lengnau. Die Besatzung von Büren trat sogleich unterGewehr. Der Artilleriekommandant Koch ließ zehn bis zwölf Lärm-schüffc thun, alle in den benachbarten Ortschaften stehende Truppenaufmerksam zu machen. Grafenried schickte Eilboten ins Haupt-