der Landrath die Führer der March unter Verantwortlichkeit auf,diesen Brief nebst einem eingebogenen, gedruckten „lande sväter-lichen Zuruf an das irregeführte Volk in unserer Land-schaft March"*) den gemeinen Landlenten kund zu machein
Dieser Zuruf bewies, wie schwer es auch Demokratien war,auf ihr Herrnrecht über eroberte oder erkaufte UnterthanenlandcVerzicht zu thun und ihnen die Freiheit zu gestatten, die ste selbstgenossen.**)
„So empörend," lautete es im landesväterliche» Zuruf: „dieAuftritte sind, die bei euch vorgingen, — so kann dies allesunsere Empfindungen der Liebe, der Anhänglichkeitund des Mitleidens gegen den biedern Marchbewohner nichtersticken."
„Ja, redlicher, biederer Landmann, öffne ste doch, deine Auge»,um das Netz zu sehen, das dir von schlauen Händen gelegt wird :bedenke doch selber mit deinem gesunden Menschenverstände, obsie werden in Erfüllung gebracht werden können, die eiteln Träu-mereien von einer völligen Unabhängigkeit, die dir jetztin einer Art von Berauschung vorgcspiegelt werden. Wenn dukaltblütig und unbefangen nachdenkest, wirst du wohl glauben kön-nen, daß dein kleines Land zu einer selbstständigen Republikwerde gemacht werden können? Wirst du glauben können, daßdiese Republik von de» übrigen Stände» der Eidgenossen-schaft, die sich alle in ihrem ganzen Wesen zu behaupten undin Absicht auf ihre Größe unverändert zu bleiben gedenken, werde
*) Proklamation. Schwyz, 18. Februar.
**) Die oberherrliche» LandSgcmeindcn der freien Hirtenländer waren i«der Thai Aristokratien gegen die ihnen unterworfenen Gebiete; so wieumgekehrt die Bürgerschaften in den aristokratische» Hauptstädte» i«sich selbst mehr oder minder wie wahre Demokratien standen.