63
denen nnd mit ihren Pflichten immer verbundenenWünsche der andern durch jede Entsprechung zu befriedigen, diemit der Wohlfahrt des Ganzen sich immer vereinbarenläßt. Wir werden alle unsere Bemühungen dahin richten, ihrenWohlstand zu vermehren, und uns mit ihnen durch noch engereBande zu verbinden."
Der Schluß des Aufrufs bedroht warnend alle Stifter des Auf-stands und der Zwietracht mit strenger Strafe, „nnd damit dieseunsere landesväterlichen Gesinnungen zu männiglicher Wissenschaftgelangen, sollen sie in unfern getreuen Landschaften Einsiedeln,Küßnacht, und den beiden Höfen Pfäsfikon und Wollrau öffentlichvon den Kanzeln verlesen nnd an den gewohnten Orten öffentlichangeschlagen werden."
Umsonst ergingen an die March Glimpf und Ernst und diegeheimen Winke, aus welchen Hoffnungen floß. Die Zeiten hattengeändert, nnd dem, was noch vor wenigen Wochen Gnade ge-heißen, heute schon Ansehn der Schuldigkeit verliehen. DenDrohern fehlte jetzt die Furchtbarkeit, den Verheißen: das Zutrauen.
Der Landrath von Schwyz ließ es nicht bei jenen ersten Aeuße-rungen. Er schrieb den Vorstehern der March noch folgende Worte:„So wahr es ist, daß Schwyz gegen andere Stände Alles gethan,um zwischen Obrigkeiten nnd Volk Vereinigung zu bewirken; sowahr es ist, daß beinahe alle aristokratischen Stände ihre Verfas-sung in eine demokratische umgeändert: eben so gewiß find dieMarchbewohner das erste Volk, das sich selbst durch empörendeSchritte frei und unabhängig erklärt, und von seinem natür-lichen Landesherrn gewaltsam losreißen möchte, und zwar geradein dem Zeitpunkt, wo selbiger beschäftigt war, mit seinen Ange-hörigen sich ebenfalls noch enger zu vereinigen."*) Auch forderte
Schreiben von Schwyz, 16. Februar.