Eigenschaften den natürlichen Absehen überwunden hätten,welchen die für ihn bestimmte Brant über ein so furchtbarwiderliches Aenßere unterhalten haben mußte."
„War ihre Ansicht die richtige?" fragte Isabelle.
„Ihr werdet es hören, wenigstens war er sich seines Man-gels sehr wohl bewußt; das Gefühl desselben ängstete ihn wieein Gespenst; „„ich bin,"" äußerte er gegen mich — ich meinegegen einen Mann, zu dem er Vertrauen hegte — „„ich binungeachtet alles dessen, was Ihr mir sagt, ein armer, elenderVerstoßener, für den cs besser wäre, wenn man ihn in derWiege erstickt hätte, als daß man ihn auferzog, um eine Vo-gelscheuche der Welt zu sein, in welcher ich umherkrieche.""Die Person, an welche er diese Worte richtete, bemühte sichvergeblich, ihm denjenigen Eindruck der Gleichgültigkeit gegenäußere Form zu ertheilen, welche das natürliche Ergebniß derPhilosophie ist, oder ihn zu ersuchen, daß er der Ueberlegenhcitseiner geistigen Talente über die mehr anlockenden Eigenschaf-ten gedenke, welche nur persönlicher Art sind. „„Ich höreEuch,"" pflegte er alsdann zu antworten. „„Allein Ihr führtdie Sprache des kaltblütigen Stoikers, oder wenigstens diedes parteiischen Freundes. Durchsucht aber jedes Buch, wel-ches wir lasen, mit Ausnahme solcher über diejenige abstraktePhilosophie, für welche keine Stimme des Anklangs in unserennatürlichen Gefühlen sich vorfindet. Ist nicht die persönlicheForm, wenigstens eine solche, wenn sie ohne Abscheu und Wi-derwillen ertragen werden kann, nicht stets als wesentlicheBedingung unserer Vorstellung von einem Freunde, um somehr, von einem Liebhaber erwähnt? Wird nicht ein so miß-gestaltetes Ungeheuer, wie ich, sogar durch den Befehl derNatur von den schönsten Genüssen derselben ausgeschlossen?Verhindert nicht allein mein Neichthum, daß alle Menschen —