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20 (1852) Der schwarze Zwerg und eine Sage von Montrose
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jetzt unter ihnen znsammendrängtc. Das Licht fiel in denBanketranm durch lange, schmale Fenster ans beiden Seiten;dieselben waren mit gefärbtem Glas ansgefüllt, so daß dieSonne ein dusteres und entfärbtes Licht hincinmarf. Ein Ban-ner, welches nach der Ueberlieferung den Engländern in derSchlacht von Sark abgenommen sein sollte, wehte über demStuhle, in welchem Ellieslaw den Vorsitz führte, als solltecs den Muth seiner Gäste durch die Erinnerung an alte Siegeüber ihre Nachbarn entzünden. Er selbst, eine stattliche Ge-stalt, bei dieser Gelegenheit mit großer Sorgfalt gekleidetund mit Gcsichtszügen, die trotz ihres finsteren und unheil-vollen Ausdrucks sich doch als schön bezeichnen ließen, spieltesehr gut die Rolle eines alten Feudal-Barons. Sir FrederikLangley saß zu seiner Rechten, und Herr Mareschal Wells zuseiner Linken. Einige Herren von Ansehen mit ihren Brüdernund Neffen saßen am oberen Ende der Tafel, und unter ihnenhatte Herr Ratcliffe seinen Platz. Unter dem Salzfaß, einemmassiven silbernen Geräth in der Mitte der Tafel, saß sinsnomine turbs, ein Schwarm ohne Namen, Männer, derenEitelkeit dadurch befriedigt wurde, daß sie sogar diese unter-geordnete Stelle in dem geselligen Mahle einnahmen, währendder Unterschied ihrer Plätze einen Vorbehalt für den Stolz derMänner ans höheren Ständen bildete. Bei der Auswahldieses Unterhauses hatte keine Sorgfalt stattgefnnden, dennWillie von Westburufiat war Einer der Gesellschaft. Dieschaamlose Keckheit dieses Menschen, welcher sich so in demHanse eines Edelmanns zeigte, dem er noch soeben eine soauffallende Beleidigung zugefügt hatte, ließ sich allein durchdie Vermuthung erklären, daß er sehr wohl wußte, sein An-theil an der Entführung der Miß Vere sei ein Geheimniß,welches bei ihr selbst und ihrem Vater sicher war.