im Sattel wart, und wie dennoch nicht die geringste Müdig-keit in Eurem Leibe war."
„Die Nacht ist sehr dunkel," erwiderte Hobbie, indem erdurch die Fensteröffnung der Hütte blickte; „und um die Wahr-heit zu sagen und den Teufel zu beschämen, so möchte ich lieberdas Tageslicht mit mir nehmen, wenn ich Elshic besuche, ob-gleich er wirklich ein ehrlicher Kerl ist."
Dieses freimüthige Geständnis; beendigte den Streit. Nach-dem Hobbie zwischen der Raschheit seines Bruders und derfurchtsamen Vorsicht seiner Großmutter eine Ausgleichung ge-troffen hatte, erfrischte er sich mit solcher Nahrung, wie siedie Hütte darbot, daun entfernte er sich nach herzlicher Be-grüßung Aller in de» Schuppen, und legte sich bei seinem treuenPferde zum Schlafen nieder. Seine Brüder theilten unter sicheinige Bündel von reinem Stroh in dem Stalle, welcher ge-wöhnlich von der Kuh der alten Annaple bewohnt wurde; dieFrauenzimmer legten sich zur Ruhe, so gut es die Bequemlich-keiten der Hütte gestatteten.
Mit der ersten Morgendämmerung stand Hobbie ans; nach-dem er sein Pferd geputzt und gesattelt hatte, ritt er nachdem Mucklestane-Moor. Er vermied es, einen seiner Brüdermitznnehmen, denn er dachte, der Zwerg sei für Diejenigen,welche ihn allein besuchten, am meisten versöhnlich gestimmt.
„Das Geschöpf dort," dachte er bei sich, als er fvrtritt,„ist ungesellig, mehr als ein Mann ist zu viel für ihn, alsdaß er dies leiden könnte. Ob er wohl aus seinem Stallheraus geblickt hat, um den Sack voll Silber aufzunehmen?hat er es nicht gethan, so war das ein schöner Fund für ir-gend Jemand, und ich bin übel angekommen — komm Tarras,"sagte er zu seinem Pferde, indem er demselben einen Stoß