trauen auf die Welt ein zerbrochenes Rohr ist." Dies; wardie Bewillkommnung, womit die Matrone ihren unglücklichenEnkel empfing. Er blickte mit Heftigkeit um sich, indem erzwei seiner Schwestern an der Hand hielt, während die drittean seinem Halse hing — „ich sehe euch — ich zähle euch —meine Großmutter, Lilias, Jean und Annot, aber wo ist —"(er hielt an und fuhr dann fort, als muffe er sich zum Redenzwingen), „wo ist Grace, gewiß ist es jetzt nicht die Zeit, daßsie sich vor mir verbirgt, — es ist jetzt keine Zeit zum Scherzen."
„O, Bruder!" und „unsere arme Grace!" waren die ein-zigen Antworten, die er auf seine Fragen erlangen konnte,bis seine Großmutter aufstand, ihn sanft von den weinendenMädchen losmachte und mit jener rührenden Heiterkeit ihnanredete, mit welcher aufrichtige Frömmigkeit, wie Oel überdie Wellen gesprengt, die heftigsten Gefühle zu mildern ver-mag. „Mein Kind, als dein Großvater im Kriege getödtetwar, und mich mit sechs Waisen, aber kaum mit Brod zurSpeise vder einem Dach zu unserer Bedeckung, hinterließ, be-saß ich Kraft, nicht durch mich selbst, — aber mir war dieKraft ertheilt, zu sagen, „des Herrn Wille geschehe" — meinSohn, unser friedliches Hans ward gestern Nacht durch Rei-ter, die bewaffnet und maskirt waren, erbrochen; sie habenuns Alles genommen und zerstört, und Eure theure Gracefortgeführt; bete, um Kraft zu erhalten, damit du sagen kannst,Sein Wille geschehe!"
„Mutter! Mutter! dränge mich nicht — ich kann nicht —jetzt nicht, ich bin ein sündhafter Mann von hartem Geschlecht.Maskirt, — bewaffnet, — Grace fortgeführt! Gebt mir einSchwert und meines Vaters Tornister, ich will Rache nehmen,und sollte ich in den Abgrund der Finsterniß dringen, um siezu suchen!"