Der kahlste Fels auf weitstem HaidcgruudFühlt, ob auch öde selbst, des Frühlings Milde.Im Thaue des Aprils, im Strahl des Mai'sErgrünt sein Moos, zum WachSthum frisch belebt.So schmilzt ein Herz, ob noch so sehr verdorrt,Bei Fraueuthräucn, oder wird erfreutDurch ciues Weibes Lächeln.
Beall m o n t.
Als der Frühling vorrückte und das Wetter wärmer wurde,fand man den Klausner häufiger auf dem breiten flachen Steinvor seinem Hause sitzen. Als er dort eines Tages sich nieder-gelassen hatte, sprengte gegen Mittag eine Gesellschaft vonHerren und Damen wohlberittcn und mit zahlreicher Beglei-tung über die Haide, in einiger Entfernung bei seiner Wohnungvorbei. Hunde, Falken und Handpferde vermehrten das Ge-folge, und zu Zeiten erklang die Lnft von dem Rufe der Jägerund dem Schalle der Jagdhörner, welche die Diener bliesen.Der Klausner war im Begriff, sich in seine Wohnung beidem Anblick eines so munteren Zuges znrückznziehen, als dreijunge Damen mit ihren Dienern, welche einen Umweg gemacht,und um ihre Neugier durch den Anblick des weisen Mannesvon Mucklestane-Mvvr zu befriedigen, sich von der Gesellschaftgetrennt hatten, plötzlich herbei kamen, ehe er seine Absichtansführen konnte.