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20 (1852) Der schwarze Zwerg und eine Sage von Montrose
Entstehung
Seite
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Geschicklichkeit. Ma» kann leicht begreifen, daß das Gewerbeder Wnndarzneiknnde oder der Medicin als besondere Kunstgänzlich unbekannt war; das wenige rohe Verfahren, welchesman beobachtete, wurde den Frauen oder alten Leuten über-lassen, welche durch häufig vorkommcude Fälle nur zuviel Ge-legenheit, sich Erfahrung einzusamineln, erhielten. Die Sorg-falt und Aufmerksamkeit von Annot Lylc, von ihren Diene-rinnen und Andern, die unter ihrer Leitung verfuhren, hatteihren Diensten während dieses wilden Feldzuges einen außer-ordentlichen Erfolg ertheilt. Auch erwies sic diese Dienstesowohl Freunden, als Feinden mit großer Bereitwilligkeit, so-bald sie immer nur nützlich sein konnten. Sie befand sich jetztim Zimmer des Schlosses und beaufsichtigte die Vorbereitungvon Mitteln gegen Verwundungen aus Kräutern; sie empfingBerichte von verschiedenen Frauen über die denselben zngewie-senen Verwundeten, und vertheilie alle Mittel, die sie zu derenHeilung besaß, als Allan Mac Anlay plötzlich in ihr Zimmertrat. Sic fuhr auf, denn sie hatte gehört, daß er das Lagerwegen einer Gesandtschaft verlassen hatte; wie sehr sie auchan den finstern Ausdruck seiner Züge gewöhnt war, schien ausihnen jetzt ein mehr wie gewöhnlich dunkler Schatten zu ru-hen. Schweigend stand er vor ihr und sie empfand die Noth-wendigkeit, ihn zuerst anznredcn.

Ich glaubte," sagte sie mit einiger Anstrengung,daß Ihrschon abgereist wäret."

Mein Gefährte erwartet mich," sagte Allan;ich gehesogleich." Dennoch blieb er vor ihr stehen und hielt sie amArme mit einem Drucke, welcher ihr zwar keinen Schmerzverursachte, allein seine große persönliche Kraft sie empfindenließ, denn seine Hand schloß sich an sie, wie der Griff einerZange.