Druckschrift 
20 (1852) Der schwarze Zwerg und eine Sage von Montrose
Entstehung
Seite
283
Einzelbild herunterladen
 

283

Dieser Umstand ermnthigte sehr das übrige Heer, dessen Streit-kräfte beträchtlich mehr als nm ein Viertel gestiegen waren,wie dies; der tapfere Führer der Camerons vorhergesagt hatte.

Während Mvntrose seinen Contrcmarsch ausführte, warArgyle an der Spitze seines tapferen Heeres an der Südseitedes Loch-Eil vorgedrnngen und hatte den Fluß Loch-Eil erreicht,welcher diese» See mit dem Loch-Lochy verbindet. Das alteSchloß Jnvcrlochy, früher angeblich eine königliche Festungund damals, obgleich geschleift, noch ein ziemlich starker undbeträchtlicher Platz, bot ein bequemes Hauptquartier, undweiter Raum für die Lagerung des Heeres von Argyle warin dem Thale geboten, worin der Lochy in den Loch-Eil mün-det. Mehrere Fahrzeuge waren mit Mundvorräthen herbcige-schafft, so daß die Truppe so gut eingerichtet war, als einHeer es nur immer wünschen oder erwarten konnte. Argylesprach in dem Kriegsrathe gegen Anchenbreck nud Ardenvohrsein vollkommenes Vertrauen ans, daß sich Montrose jetzt amRande der Vernichtung befinde, daß seine Truppen sich all-mälig vermindern müßten, sowie er nach Osten ans so rau-hen Pfaden vordringe, daß er auf einem Marsch nach Westenden Heeren von Urne und Baillic begegnen müsse, daß er, sichnordwärts wendend, Seaforth nicht entgehen könne; würdeer mit seinem Heere anhalten, so müsse er sich dem Angriffevon drei Armeen ans einmal anssetzcn.

Mich kann diese Aussicht nicht erfreuen, Mylord," sagteAuchenbreck,daß James Grahame mit wenig Mitwirkung vonunserer Seite erdrückt wird. Er hat in Argyleshire eineschwere Rechnung zurückgelaffen, und ich sehne mich, dieselbe,Blutstropfen gegen Blutstropfen, in's Reine zu bringen.Mir gefällt nicht die Bezahlung solcher Schulden durch einenDritten."