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„Das that ich," erwiderte Allan mit leiser Sprache, wäh-rend er durch inneren Scelcnschinerz zu schaudern schien.
„Und in welcher Gestalt erschien alsdann das Phantom?"
„Ebenfalls mit umgekehrtem Mantel," erwiderte Allan mitderselben leisen und krampfhaften Stimme.
„Dann seid überzeugt," sagte Nanald, daß Eure eigeneHand und keine andere die That vollbringen wird, derenSchatten Ihr gesehen habt."
„So hat meine besorgte Seele hundertmal schon vcrmnthet,erwiderte Allan. „Allein es ist unmöglich; könnte ich im ewi-gen Buche des Schicksals dasselbe lesen, so würde ich es den-noch für unmöglich erklären. Wir sind durch Blutsverwandt-schaft, durch hundert Bande der engsten Freundschaft mit ein-ander verbunden — wir sind Seite bei Seite in der Schlachtgestanden, und Misere Schwerter rauchten von dem Blute der-selben Feinde — es ist unmöglich, daß ich gegen ihn meineWaffe ziehe."
„Es ist gewiß, daß Ihr die That vollbringen werdet," er-widerte Ranald, „obgleich die Ursache vom Dunkel der Zu-kunft umhüllt ist. Ihr sagt," fuhr er fort, indem er seine
Doppelgänger in solchen Strumpfbändern; der kranke Mann starb, undsic zog nicht länger die Wahrheit dieser Vorhersagnng in Frage.
Margaret Mac Leod, eine ehrliche Frau in hohen Jahre», erzähltemir ferner, daß in ihrer Jugend ein Milchmädchen in der Familie, wosie sich damals befand, welches die Kälber in einem Parke zu hütenpflegte, verschiedene Male eine ihr durchaus ähnliche Gestalt in einigerEntfernung von sich selbst erblickte; durch die Erscheinung erschreckt,zog sie, um eine» weiteren Versuch zu machen, den Hinteren Theil ihresObcrkleideS über ihren Kopf, worauf das Gespenst sogleich dieselbe An-ordnung des Kleides zeigte. Das Mädchen ward unruhig und glaubte,daß ihr ein Unglück bcvorstehc; kurz darauf befiel sie ei» Fieber, woransie starb. Das zweite Gesicht hatte sie noch vor ihrer Krankheit erzählt.