„Er darf nicht ausgesprochen werden," erwiderte der Ge-birgsbewohner.
„Das heißt," erläuterte Major Dalgetty, „er wünscht,daß sein Name verschwiegen wird, in Betracht, daß er früherein Schloß genommen, gewisse Kinder erschlagen und andereDinge gethan hat, welche, wie Eure Lordschaft sehr wohl weiß,in Kriegszeiten geübt werden, allein kein Wohlwollen gegenden Vollbringer bei den Freunden derer erregen, welche de»Schaden erleiden. Es ist mir in meiner militärischen Erfah-rung vorgekommen, daß manche brave Cavaliere von Bauernnur deßhalb todtgeschlagen wurden, daß sie sich militärischeFreiheiten im Lande genommen hatten."
„Ich verstehe," sagte Montrose, „dieser Mann liegt miteinigen unserer Anhänger in Fehde. Er mag sich zuerst in dieWache begeben, und wir wollen über die beste Weise, ihn zubeschützen, Nachdenken."
„Ihr Hort, Ranald," sagte Major Dalgetty mit der Mieneder Ueberlegenheit, „Se. Excellenz wünscht mit mir einen Kriegs-rath zu halten, Ihr müßt Euch auf die Wache begeben — er-weis; nicht, wo das ist, der arme Kerl! er ist noch einjunger Soldat für einen so alten Mann; ich will ihn unterObhut einer Schildwache stellen, und alsbald zu Eurer Lord-schaft znrückkehren." Er that dies; und kehrte sogleich wie-der zurück.
Montrose's erste Fragen betrasen die Gesandtschaft nachJnvcrary; er hörte mit Aufmerksamkeit auf die ErwiderungDalgetty's, wie weitläufig anch die Erzählung des Majorssein mocbte. Es wurde eine Anstrengung des Marquis, umdessen Aufmerksamkeit zu bewahren, erheischt; er wußte jedochsehr wohl, daß man genauere Kunde aus einem Bericht sol-cher Agenten, wie Dalgetty, nur erlangen kann, wenn man