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Siege, oder auch ohne Kampf, konnte eine Stellung geben,von wo er den reichen und fruchtbaren Theil des Königreichsbeherrschte und dadurch ihn in Stand sehen, sein Heer durch-regelmäßigen Sold mehr auf dem Fuße stehender Truppen zuerhalten; alsdann konnte er bis zur Hauptstadt, oder sogarvon dort bis zur Grenze Vordringen, an welcher er es fürmöglich hielt, eine Verbindung mit den noch nicht unterworfe-nen Streitkräften des Königs herznstellen.
Dieß war der Operationsplan, durch den ein glänzenderRuhm erworben und der wichtigste Erfolg der königlichenSache gesichert werden sollte. Derselbe war nach dem ehr-geizigen und kühnen Geiste des Feldherrn entworfen, welchemdie schon geleisteten Dienste den Titel des großen Marquiserworben hatten. Andere Beweggründe jedoch bestimmten vieleseiner Anhänger und blieben vielleicht nicht ohne geheimen,obgleich nicht zngestandenen Einfluß auf seine eigenen Gefühle.
Die westlichen Häuptlinge von Montrose's Heer betrachte-ten beinahe sämmtlich de» Marquis von Argyle als den un-mittelbaren und geeigneten Gegenstand ihrer Feindseligkeiten.Sie hatten beinahe sämmtlich seine Gemalt empfunden; alssie ihre streitbare Mannschaft ans ihren Thälern zogen, hattensie ihre Familien und ihr Eigenthnm seiner Rache ausgesetztzurückgelaffen; sle wünschten sämmtlich ohne Ausnahme seineHerrschaft zu schwächen; die Güter der meisten lagen seinemGebiet so--nahe, daß sie hoffen konnten, durch einen Antheilan der dort gemachten Beute belohnt zu werden. Für dieseHäuptlinge war der Besitz von Jnvcrary ein beinahe wichtige-res und wünschenswertheres Ereigniß, als die Einnahme vonEdinburgh. Das letztere Ereigniß konnte ihren Stammge-noffen nur einen vorübergehenden Sold oder Raub gewähren;das erstere verschaffte den Häuptlingen selbst Entschädigung